Während vorne bereits der Motor gestartet wird, zieht sich der Kamerad noch hinter dem Feuerwehrfahrzeug inmitten der Abgase um: Dieser Zustand bei der Söhnstetter Feuerwehr soll so bald wie möglich der Vergangenheit angehören. Das zumindest ist eines der Ergebnisse des Feuerwehrbedarfsplans, der für die Gemeinde Steinheim von dem Sicherheitsberater Thomas Raible erarbeitet wurde. Intensiv hatte er in den vergangenen Wochen und Monaten mit der Steinheimer Gesamtwehr zusammengearbeitet und sich vor Ort alles genauestens angesehen. Dass Spinde inmitten der Fahrzeughalle kein Dauerzustand sein sollten, stand schnell fest. Die Empfehlung des Beraters: ein Anbau an die Fahrzeughalle, der baldmöglichst im Haushalt der Gemeinde eingeplant und umgesetzt werden soll. Zudem werden die Söhnstetter auch neue, größere Spinde bekommen, die der heutigen Ausrüstung gerecht werden können.

Auch neue Fahrzeuge in Planung

Allein dabei wird es aber nicht bleiben: Auch einige Fahrzeuge der Steinheimer Feuerwehr müssen in den kommenden Jahren ersetzt werden. Das Tanklöschfahrzeug der Abteilung Steinheim (Baujahr 1992) wird durch ein Löschfahrzeug mit 2500 bis 3000 Liter Wasser ersetzt. Das Löschfahrzeug der Söhnstetter (Baujahr 1995) wird durch ein Tanklöschfahrzeug ersetzt. Der Gerätewagen Transport der Abteilung Steinheim (Baujahr 1995) wird durch einen neuen Gerätewagen Transport oder durch einen Gerätewagen Logistik ersetzt. Und schließlich ist die Gemeinde derzeit schon dabei, den 22 Jahre alten Mannschaftstransportwagen der Söhnstetter zu ersetzen.

Immer weniger Menschen engagieren sich in der Feuerwehr

Während Fahrzeuge, Anbauten und Ausrüstung zwar mit Kosten verbunden sind, dafür aber relativ leicht zu beschaffen sind, sieht es beim Personal freilich anders aus: Berater Thomas Raible weist in seinem Konzept darauf hin, dass die „Selbstverständlichkeit“, mit der sich Menschen in den vergangenen Jahrzehnten in der Feuerwehr engagiert haben, weiterhin abnehmen wird. Zwar sei die Steinheimer Gesamtfeuerwehr derzeit personell noch ausreichend ausgestattet, aber: Die Gemeinde, so die Empfehlung, sollte dennoch gemeinsam mit der Feuerwehr ein zukunftsfähiges Personalkonzept aufstellen.