„Eine supercoole Sache“ nannte Pfarrer Andreas Neumeister die Dorffreizeit 2020, zu der die evangelische Kirchengemeinde jetzt in den großen Ferien wieder eingeladen hatte. Doch diesmal war im Vergleich zu den vielen Jahren zuvor einiges anders: Es trafen sich keine 250 Kinder im Gemeindehaus oder im Ochsengarten. Es gab keine Wasserrutsche auf dem Steinhirt und keinen Ausflug in ein Schwimmbad in der Region.

Corona war der große Spielverderber – oder vielmehr die Vorschriften, die die klassische Dorffreizeit unmöglich machten. Susanne Klotz, Jugendreferentin und Gesamtleiterin der Dorffreizeit, ist aber sehr stolz auf die 80 Mitarbeiter, die zur Hochform aufgelaufen seien. Der Bonhoeffer-Saal des Gemeindehauses wurde zum „Fernsehstudio“ und von dort wurden die 70 angemeldeten Kinder vormittags online zu Hause erreicht.

Das Gesamtthema der Dorffreizeit drehte sich dieses Jahr um Jonas, der auf der Flucht vor der von Gott gestellten Aufgabe von einem Riesenfisch verschluckt und später wieder ausgespuckt wurde. Nach dem Auftaktgottesdienst in der Peterskirche, der per Live-Stream in die Häuser übertragen wurde, fand an jedem Vormittag online die Bibelarbeit statt und es wurden gespielte Szenen zum jeweiligen Tagesthema aus dem „TV-Studio“ in die heimischen Wohnzimmer übertragen.

Nachmittags dann ging es wieder ins echte Leben und die Kinder kamen in kleinen Gruppen von jeweils vier bis sechs Jungen und Mädchen zusammen. Viel Spaß machten da die Foto-Rallye und auch das Dorfspiel. Abschließend beteiligten sich Kinder und Eltern an einem vergnüglichen Stationenlauf.

Susanne Klotz beim 25-minütigen Finale: „Eltern und Kinder hatten alle richtig viel Spaß. Und die Mitarbeiter haben trotz Hitze gerödelt wie verrückt.“ Dem konnte sich Pfarrer Andreas Neumeister, der als Gast zur Abschlussveranstaltung ins „TV-Studio“ gekommen war, im Lichte gleißender Scheinwerfer nur anschließen: „Super-Ideen wurden in die Tat umgesetzt.“