Die Geselligkeit und nicht ellenlange Reden anlässlich des Jubiläums 50 Jahre CDU in Steinheim prägten das Fest, an dem auch die übrigen Fraktionen des Gemeinderats lebhaft Anteil nahmen.

Eigens zum Fest im und hinter dem neuen Zentrum des Turnvereins war eine informative Ausstellung aufgebaut worden, die nicht nur die verschiedenen Kandidaten für die Kommunalwahl in Erinnerung rief, sondern auch so manche gesellige Veranstaltung. Viel Prominenz hatte sich eingefunden, an deren Spitze der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter. Etliche waren gekommen, die vor 50 Jahren dabei waren, als acht Männer aus dem CDU-Stadtverband Heidenheim sich anschickten und in Steinheim eine eigene CDU aus der Taufe hoben.

Für den jetzigen Ortsverbandsvorsitzenden Guido Rieberger war das eine gute Entscheidung. Auch, dass sich bei allen zurückliegenden Kommunalwahlen die „Schwarzen“ als stabile Größe erwiesen und in etwa sechs oder sieben Sitze bekamen und einen von drei Vize-Bürgermeistern stellen. Vielfach zeige man Präsenz und lasse die Bürger mitreden bei den Kommunalstammtischen. Auf vielen Gebieten stehe die CDU im Kontakt mit den Bürgern und unterstützte beispielsweise die Bemühungen um den Solarpark Küpfendorf.

Bewegte Zeiten seien das, sagte Magnus Welsch. Der Kreisvorsitzende erinnerte daran, dass 1972 bei der Gründung der CDU Steinheim diese im Bund in der Opposition gewesen sei. Und 2022 dasselbe Bild, aber auch die aktuellen Sorgen und Nöte angesichts des Kriegs in der Ukraine. Gewürdigt wurde Werner Rosenkranz, der ein Vierteljahrhundert Ortsvorsitzender war und unverändert im Kreisvorstand wichtige Arbeit leiste.

Ukrainekrieg bereitet Sorge

Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter bescheinigte dem Jubilar, „stark in der Flüchtlingshilfe und auf allen Feldern der Kommunalpolitik in Steinheim zu sein“. Wirklich besorgt klang der Politiker, als er über den Ukrainekrieg sprach. Kiesewetter: „Die jetzigen Herausforderungen können wir nicht mit Geld lösen.“ Die Ukraine brauche unsere Solidarität. Wenn es die Ukraine nicht mehr gebe, würde Russland den Krieg auf Europa ausdehnen.

Bürgermeister Holger Weise sorgte sich in seinem Grußwort, dass den Parteien vor allem die jungen Leute fehlen. Die CDU Steinheim sei da auf dem richtigen Wege, indem sie Politik im Großen wie im Kleinen Menschen jeden Alters erkläre und aktiv Gemeindepolitik gestalte.

In der vom Musikverein Steinheim unter Denis Hanert und von Gerda Duda auf der Drehorgel umrahmten Feier wurden Mitglieder geehrt. Urkunde und Silberne Ehrennadel für 25 Jahre CDU ging an Hans-Joachim Frömel, Gold für 50 Jahre erfreuten Hildegard Keller und Werner Rosenkranz.