Sontheim/Brenz / Laura Strahl Von anderen Fällen kennt man das: Wird eine Person vermisst, gibt die Polizei in der Hoffnung auf Hinweise aus der Bevölkerung eine öffentliche Vermisstenfahndung nach der Person heraus. Diesmal war es anders. Warum?

Von anderen Fällen kennt man das: Wird eine Person vermisst, gibt die Polizei in der Hoffnung auf Hinweise aus der Bevölkerung eine öffentliche Vermisstenfahndung nach der Person heraus.

Oft samt Foto und weiteren Details (Name und Alter) zu der gesuchten Person. Im Fall des vermissten 30-Jährigen aus Sontheim/Brenz gab es allerdings keine derartige Mitteilung der Polizei.

Für den 30-Jährigen aus Sontheim/Brenz, nach dem das Wochenende über gesucht worden war, kam jede Hilfe zu spät. Was die Polizei zur abgebrochenen Suche am Sonntag in Bergenweiler sagt und warum es keine öffentliche Fahndung gab:

Die Erklärung dafür liegt nahe: „Einmal im Internet, immer im Internet“, umschreibt es ein Sprecher des Ulmer Polizeipräsidiums. Weiter erklärt er: Ob öffentlich nach einer vermissten Person gesucht wird, entscheide die Polizei in Absprache mit den Angehörigen.

Immerhin handle es sich bei der Preisgabe persönlicher Daten um einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte der vermissten Person. Daher ist die Suche nicht zwangsläufig öffentlich.

Die Kriminalpolizei hingegen werde in allen Vermistenfällen hinzugezogen, sofern es sich um eine erwachsene Person handelt. Für Todesfallermittlungen gilt selbstverständlich das gleiche.

Am Freitag startete die Suchaktion nach einem 30-jährigen Mann, der am Donnerstagabend vermisst gemeldet wurde. Im Einsatz war auch ein Polizeihubschrauber sowie ein Boot der Feuerwehr auf der Brenz.