Sontheim/Brenz / Laura Strahl Durch die Vergabe von Sanierungsarbeiten in Form eines zweijährigen Zeitvertrags will die Gemeinde künftig Kosten sparen.

Für die Sanierung ihrer Straßen hat die Gemeinde Sontheim/Brenz bisher ein Budget von rund 100 000 Euro pro Jahr eingeplant. Die Arbeiten wurden jährlich ausgeschrieben und an Firmen vergeben. Mit dieser Vorgehensweise ist ab 2020 Schluss: Künftig sollen alle Kleinmaßnahmen, gemeint sind damit Arbeiten bis circa 30 000 Euro, an eine einzige Firma vergeben werden. Im Rahmen eines über zwei Jahre laufenden Zeitvertrags kümmert sich diese Firma um Aufgaben in den Bereichen Straßenbau, Erdarbeiten, Entwässerung und Beleuchtung. Dafür erhält sie 300 000 Euro, 2020/21 sogar rund 100 000 Euro mehr, da auch jenes Geld, das im aktuellen Jahr für den Straßenbau eingeplant war, aber nicht verbraucht wurde, hinzukommt.

Aufwand und Kosten sinken

Die neue Vorgehensweise mag kompliziert klingen, sorgt aus Sicht der Verwaltung aber bei allen Beteiligten für mehr Flexibilität. So muss die Gemeinde die Arbeiten nun nur noch einmal in zwei Jahren ausschreiben, womöglich sogar nur alle drei Jahre, wenn die Option auf Verlängerung um ein Jahr genutzt wird. Der Verwaltungsaufwand sinkt also, zudem die Reaktionszeit bei dringenden Maßnahmen, die nun ohne großes Verfahren an den Vertragspartner weitergegeben werden können. Die Baufirma selbst hat Planungssicherheit und ist ebenfalls flexibler, kann ihre Kolonne beispielsweise gleich zur Bearbeitung mehrerer Baustellen losschicken.

Für die Gemeinde aber am wichtigsten: natürlich die Kostenersparnis. Der Erfahrung nach, so Kämmerer Andreas Schmid, könne man durch die Vergabe in Form eines Zeitvertrags zwischen 20 und 30 Prozent sparen. Der Gemeinderat stimmte der veränderten Vorgehensweise ab 2020 einstimmig zu. Die Liste der Straßen und Baustellen, die die Firma abarbeiten muss, legt das Gremium gemeinsam mit der Verwaltung fest.