Zur Erarbeitung eines Spielplatzkonzepts ist die Gemeinde vielen Fragen nachgegangen. Und zwar im Rahmen einer Bestandsaufnahme. Per Punktesystem wurden die zehn Spielplätze, zwei Basketballplätze und der eine Bolzplatz bewertet. Maximal konnten zwölf Punkte erreicht werden, mindestens zehn Punkte halte man für erforderlich, berichtete Rathausmitarbeiterin Mareike Schmid in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Erreicht haben dieses Ziel längst nicht alle Spielplätze. Mit 5,5 Punkten am schlechtesten abgeschnitten hat der Spielplatz am Weiher in Bergenweiler. Die beste Bewertung erhielten der Spielplatz Eschenweg in Brenz und der Wasserspielplatz in Bergenweiler.

Grundsätzlich mehr Barrierefreiheit gefordert

Und nun? Das erarbeitete Konzept enthält neben der Vorgabe, künftig auf generationenübergreifende Nutzbarkeit, Barrierefreiheit und eine konzeptionelle Gestaltung achten zu wollen, auch zahlreiche konkrete Vorschläge, wie die Plätze über die kommenden Jahre hinweg verbessert werden können. Für den Spielplatz am Weiher etwa werden der Austausch der Rutsche, die Umzäunung der Anlage sowie die Schaffung einer Jugendtreffmöglichkeit genannt. Zeitvorgabe in diesem Fall: so schnell wie möglich. Das letzte Wort aber behält bei allen Maßnahmen der Gemeinderat. Insgesamt war das Gremium in Bezug auf das Konzept voll des Lobes. Nun sei klar, wohin die Reise gehen soll.

Auch die Bürger sollen ihre Meinung sagen

Um den Überblick zu behalten, will die Gemeinde nun ein Ampelsystem zur Zustandserfassung der einzelnen Spielplätze etablieren. Per QR-Code sollen auch Bürger darauf zugreifen und eventuelle Schäden melden können. Zudem sollen Bauhofmitarbeiter bei ihren jährlichen Begehungen mögliche Beanstandungen in den digitalen „Karteikarten“ der Spielplätze hinterlegen. Sind die Mängel behoben, wird die Karte aktualisiert.

Welche Ergebnisse brachte eine Umfrage bei Kindern und Jugendlichen?

Um im Vorfeld Näheres zum Nutzungsverhalten und zu den Wünschen der Kinder und Jugendlichen herauszufinden, hatte die Gemeinde bereits vergangenes Jahr eine Umfrage an Schule und Kindergärten gestartet. Aus den knapp 300 ausgefüllten Bewertungsbögen ergab sich folgendes Bild: Der Waldspielplatz wird am häufigsten genutzt, am unbeliebtesten ist der Spielplatz an der Brenzer Schule. Im Konzept wird daher vorgeschlagen, letzteren Spielplatz rückzubauen. Stattdessen könnte dort ein Treffpunkt für Jugendliche entstehen. Denn auch das ergab die Umfrage: Die Jugendlichen wünschen sich mehr Treffmöglichkeiten in der Gemeinde.

Parkplätze statt Spielplatz?

Ebenfalls abgeschafft werden könnte der Spielplatz Bergstraße. Er wird kaum genutzt und befindet sich in einem schlechten Zustand (sechs Punkte). Um die Situation im Bereich Berg-/Jahnstraße zu entspannen, könne man sich die Schaffung öffentlicher Parkplätze vorstellen, heißt es im Konzept.