Die aufwändige Sanierung des ehemaligen Hauptschulgebäudes ist fast fertig. Nur eine Sache fehlt noch: der Aufzug im zentralen Treppenhaus. Sowohl der Realschul- als auch der neue Grundschultrakt sollen von dort aus barrierefrei zugänglich sein. Und das am besten ab dem 7. Januar 2022 – nur unter der Auflage, dass der Aufzug bis zu diesem Stichtag fertiggestellt ist, haben die Genehmigungsbehörden die Wiederaufnahme des Schulbetriebs zum vergangenen September erlaubt.

Reiner Lindenmayer: Einsparungen durch Treppenlifte

Die Zeit drängt also gewaltig. Der Gemeinderat hat deshalb der Ausschreibung der Arbeiten einstimmig zugestimmt. Allerdings unter einer Bedingung: Die Verwaltung muss vorher bei den Behörden nachhaken, ob die jeweils vier Treppenstufen, die zwischen den Realschul- und den Grundschul-Etagen liegen, auch durch den Einbau von Treppenliften überbrückt werden können. Man erwarte dadurch Einsparungen, so Reiner Lindenmayer (SPD). Mit den für die Aufzugsanlage in Aussicht gestellten Kosten in Höhe von mehr als 420.000 Euro fühle er sich nicht wohl. Bauamtsleiter Werner Schneider wird nun also in Sachen Treppenlifte bei den Behörden anfragen. Ob die von Lindenmayer genannten 10.000 Euro pro Treppenlift ausreichen, stellte Schneider allerdings in Frage.

Warum ist die Aufzugsanlage für die Sontheimer Schule so teuer?

Dass die Kosten für die Aufzugsanlage überhaupt so hoch sind, hat mit marktbedingten Preissteigerungen zu tun. 2018 hatte man in der Vorplanung noch mit 265.000 Euro gerechnet. Drei Jahre später geht es nun also um 420.000 Euro. Allein dafür aufkommen muss die Gemeinde Sontheim aber nicht. Nach Abzug von Fördermitteln bleibt ein Eigenanteil von circa 168.000 Euro.