Die Anwohner werden sich freuen: Mit den geruchsintensiven Problemen durch das Regenüberlaufbecken am Sontheimer Krautgartenweg soll schon kommendes Jahr Schluss sein. So weist der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Entwässerung für 2020, der aufgrund von Verzögerungen bei der Umstellung auf die Doppik erst jetzt verabschiedet wurde, entsprechende Bauausgaben in Höhe von 550 000 Euro und im Folgejahr 2022 weitere 650 000 Euro aus.

Der Bau des Regenrückhaltebeckens in Bergenweiler ist verschoben

Man sehe das Regenüberlaufbecken, dessen Mängel bereits mehrfach in Gemeinderatssitzungen angesprochen wurden, als wichtige Baumaßnahme an, erläuterte Kämmerer Andreas Schmid dem Gremium. Aus diesem Grund habe man sich dazu entschlossen, das Regenrückhaltebecken am Dammbauwerk in Bergenweiler zugunsten des Krautgartenwegs auf das Jahr 2023 zu verschieben.

Gewerbegebiet K 3023 soll im Jahr 2021 ans Netz angeschlossen werden

Wie Schmid weiter berichtete, läuft bei der größten Investition im aktuellen Kalenderjahr, dem 450 000 Euro teuren Bau des Regenklärbeckens in Bergenweiler, alles nach Plan. Ebenfalls dieses Jahr im Plan enthalten ist die Erschließung des Gebiets Watzelsdorfer Straße II (35 000 Euro), die Erschließung des geplanten Gewerbegebiets K 3023 soll 2021 mit Kosten in Höhe von 105 000 Euro folgen. Kämmerer Schmid: „Wir hoffen, dass das so funktioniert.“

Gegen undichte Stellen will die Gemeinde Sontheim mehr Geld investieen

Langfristig will die Gemeinde zudem 250 000 Euro pro Jahr in die Ertüchtigung ihres Kanalnetzes investieren. So soll die Menge des Fremdwassers, also jenes Wassers, das durch undichte Stellen ins Abwasserkanalnetz eindringt, verringert werden. Aktuell liegt dieser Wert bei mehr als 50 Prozent, wie Schmid erläuterte. Im Wassernetz weiß man um ähnliche Schwachstellen: So habe man mit überdurchschnittlichen Wasserverlusten in Höhe von 25 Prozent zu kämpfen, sagte Schmid in Bezug auf den Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb Wasserversorgung. Aus diesem Grund wolle man nun mehr Geld in die Unterhaltung des Rohrnetzes investieren. 2020 etwa sind 70 000 statt bisher 10 000 Euro veranschlagt, in den Folgejahren jeweils 80 000.

Der Gemeinderat stimmte beiden Wirtschaftsplänen einstimmig zu.