Die Aufgabe der Gegenwart ist, Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bauen. Unter diesem Motto stellten zwei Vertreter des Regionalverbands Ostwürttemberg, Eva-Maria Nordhus und Ihar Buika, das Ergebnis des EU-Projekts Ister in Sontheim vor. Ister war in der Antike der römische Name der Donau bzw. für den Unterlauf der Donau. Ein Ister-Meilenstein wurde jetzt am Schloss Brenz aufgestellt.

Vor zweieinhalb Jahren hatte sich eine breit aufgestellte donauraumweite Partnerschaft zusammengefunden, um das römische Erbe, insbesondere alte römische Straßen, wiederzuentdecken, aufzuwerten und in eine kulturhistorische Route zu vereinen.

Man sei sehr stolz darauf gewesen, so Ihar Buika, eine Region bei der internationalen Zusammenarbeit zu vertreten, in der in den vergangenen Jahren so viel für den Erhalt des römischen Erbes getan worden sei. Im Hinblick darauf, dass das Thema in einigen Donauländern erst seit kurzem öffentliche Aufmerksamkeit finde, bildeten Informations- und Erfahrungsaustausch den Hintergrund der Projektarbeit, so Buika weiter.

Allerdings sei die römische Geschichte auch innerhalb Ostwürttembergs unterschiedlich sichtbar und wahrnehmbar, erklärte Eva-Maria Nordhus. „Deswegen hat es uns besonders am Herzen gelegen, kleine Orte mit großer römischer Geschichte mit ins Boot zu holen und mit den extra dafür angefertigten Ister-Meilensteinen zu markieren“, so Nordhus. Die Gegend, wo sich heute Sontheim befindet, lag vor etwa 2000 Jahren an einer wichtigen römischen Fernstraße. Dies haben großflächige Ausgrabungen in den neunziger Jahren belegt.

Die „Via Ister“

So wird die internationale kulturhistorische Route „Via Ister“ in Ostwürttemberg über Lorch, Schwäbisch Gmünd, Rainau, Bopfingen, Neresheim-Ohmenheim, Heidenheim, Sontheim an der Brenz und Niederstotzingen verlaufen. Auf allen dortigen Meilensteinen befindet sich ein QR-Code, der zu den jeweiligen Standort-Informationen leitet. Die Karten mit allen Meilensteinen im Projektraum mit Vorschlägen zu Wander- und Fahrradwegen sollen ab Januar freigeschaltet sein.

„Wir in Sontheim an der Brenz freuen uns sehr, dass durch die Aufstellung des Meilensteins und seines fortschrittlichen Tools die römischen Routen entlang der Donau sichtbar und zugänglich gemacht werden. Diese touristische Neuerung erhöht auch die lokale Attraktivität. Ein touristisches Highlight mehr in Sontheim. Die Verbindung von Städten und Regionen im Donauraum macht die römische Geschichte erlebbar. Interessierte Menschen können nun auf die Reise gehen und das alte römische Straßennetz entlang der Donau zu Fuß oder mit dem Fahrrad entdecken“, so Sontheims Bürgermeister Tobias Rief.