Der Norma-Markt an der Sontheimer Schillerstraße soll einem Neubau weichen. Das entsprechende Baugesuch eines privaten Investors wurde jetzt im Gemeinderat einstimmig positiv beschieden. Stoßen die Pläne auch am Heidenheimer Landratsamt und am Regierungspräsidium Stuttgart auf Gegenliebe, würde ein Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von circa 1000 Quadratmetern entstehen.

Welcher Fachmarkt soll's werden?

In dem 99 Meter langen und rund 23 Meter breiten eingeschossigen Gebäude würde neben Sozial- und Lagerräumen zudem ein Fachmarkt (weitere 700 Quadratmeter) untergebracht werden. „Es ist noch offen, was für ein Markt das sein wird“, beschrieb Sontheims Bürgermeister Matthias Kraut in der Sitzung des Gemeinderats. Der Investor stecke noch in Verhandlungen, ein Vertrag in Sachen Fachmarkt sei noch nicht abgeschlossen.

Das Baugesuch umfasst neben dem jetzigen Norma-Grundstück auch das direkt angrenzende Areal. Denn an der exakt selben Stelle ist der Neubau des Discounters nicht geplant, sondern vielmehr an der Uhlandstraße, wo bis vor einiger Zeit noch ein Baugeschäft zu finden war. Das mittlerweile brachliegende Gelände mit leerstehenden Gebäuden sei bereits an den Investor verkauft, erklärte Bürgermeister Kraut. Die Zufahrt für die Kunden soll laut derzeitigem Plan aber auch weiterhin über die Schillerstraße erfolgen. Dort würden bei positivem Bescheid für das Bauvorhaben auch die bereits heute bestehenden Parkplätze erhalten bleiben. Am Standort des jetzigen Marktes sollen nach dessen Abriss zudem noch 88 neue Stellplätze für Pkw hinzukommen.

Fußläufigkeit als Pluspunkt

„Wir begrüßen es, dass sich eine Privatperson engagiert“, äußerte Bürgermeister Kraut seine Meinung zu dem Vorhaben. Man hoffe bzw. erwarte nun, dass auch die Behörden grünes Licht für Abriss und Neubau geben. Schließlich gehe es um Nahversorgung im ländlichen Raum. Kraut: „Es ist für die Bevölkerung von Vorteil, dass der Markt innerörtlich bestehen bleiben soll.“ Frühere Pläne nämlich hatten einen Neubau des Norma-Markts an der Medlinger Straße, also am Ortsrand bzw. außerhalb des Orts, vorgesehen, weil am jetzigen Standort keine Erweiterungsmöglichkeiten bestanden. Durch den Auszug des Baugeschäfts hat sich diese Situation für den Investor nun zum Positiven geändert. Der Lebensmittelmarkt wäre dadurch weiterhin fußläufig erreichbar – aus Krauts Sicht ein großer Pluspunkt vor allem für die älteren Bürger der Gemeinde.

So sieht man das auch seitens der SPD-Fraktion: „Es war schon jeher unser Wunsch, dass der Markt innerörtlich bleibt“, sagte Fraktionsvorsitzender Reiner Lindenmayer. Man sei daher recht froh, dass der Plan für eine Ansiedlung am Ortsrand nun offenbar vom Tisch ist.