Ein Blick auf den neuen Norma-Markt an der Schillerstraße genügt, um zu erkennen: Bis zur Eröffnung kann es nicht mehr allzu lange dauern. Vor dem Neubau werden die letzten Arbeiten erledigt. Und tatsächlich sind es nur noch wenige Tage: Die Filiale des Lebensmitteldiscounters feiert am Montag, 12. Oktober, Eröffnung. Damit haben die Sontheimer wieder mehr Auswahl, was das Einkaufen vor Ort angeht.

Der neue Markt ist größer als der alte

Ein Neuling ist Norma in Sontheim jedoch nicht. Der Markt ist ein Neubau am alten Standort. Und zwar ein Neubau mit größerer Verkaufsfläche: 1100 Quadratmeter misst der neue Markt, zur Verfügung stehen 90 Parkplätze. Möglich wurde diese Vergrößerung durch den Kauf eines benachbarten Grundstücks an der Uhlandstraße, auf dem früher ein Baugeschäft zu finden war.

Auch andere Grundstücke waren im Gespräch

Zuvor hatte der private Investor lange nach einem passenden Standort für den größeren Neubau gesucht. Im Gespräch war beispielsweise das Grundstück des früheren Hausarztes Dr. Herrmann an der Ecke Schiller-/Brenzer Straße. Auch ein Areal an der Medlinger Straße, also am Ortsrand, hatte der Investor eine Zeit lang ins Auge gefasst.

Zentrale Lage ist ein Vorteil

Dass der Lebensmitteldiscounter durch den Auszug des Baugeschäfts dann doch am alten, fußläufig gut erreichbaren Standort erweitert werden konnte, war letztlich ein Glücksfall. Und ein großer Pluspunkt vor allem für die älteren Bürger der Gemeinde, wie es Bürgermeister Matthias Kraut damals ausdrückte.

Auch ein Fachmarkt soll einziehen

Als Pluspunkt gesehen werden kann auch der Fachmarkt, der künftig in dem Neubau zu finden sein wird. Wie ein Sprecher von Norma verrät, handelt es sich um einen Sonderpreis-Baumarkt mit einer Fläche von 800 Quadratmetern. Die Eröffnung dieses Fachmarkts soll aber erst zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Geöffnet hat der neue Norma-Markt von Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr.

20 Parkplätze sorgen für Diskussion


Über den Neubau des Norma-Markts wurde auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung diskutiert. Und zwar deshalb, weil der Bauherr noch vor Einreichung, geschweige denn Genehmigung eines Baugesuchs mit dem Bau von 20 Parkplätzen im westlichen Bereich des Grundstücks (zur Uhlandstraße hin) begonnen hatte. Laut ursprünglichem Plan war dort eine Grünfläche vorgesehen. Diese werde nun versiegelt, um später keinen Pflegeaufwand betreiben zu müssen, lautete die Vermutung von Rainer Lindenmeyer (SPD). Wie Kämmerer Andreas Schmid als kommissarischer Bauamtsleiter ausführte, wurde der Bau zwischenzeitlich über das Baurechtsamt in Heidenheim eingestellt. Die Gesamtanzahl der Parkplätze sei jedoch – zwar in anderer Anordnung – so genehmigt gewesen und zudem baurechtlich nötig. Man könne daher nur versuchen, den Bauherrn dazu zu bewegen, auf freiwilliger Basis für mehr Grün im rückwärtigen Bereich des Grundstücks zu sorgen. Aus Reihen des Gremiums wurden etwa eine Fassadenbegrünung und Bäume bzw. Pflanzkübel vorgeschlagen.

Zwölf Gemeinderäte stimmten dem nachträglichen Baugesuch letztlich zu, sechs stimmten dagegen. Das Bauamt kündigte zudem an, die Genehmigungsbehörde am Heidenheimer Landratsamt darum zu bitten, die unschönen Umstände des Baugesuchs bei der Bemessung der Genehmigungsgebühr zu berücksichtigen. Die späte Einbeziehung des Bauamts habe im Rathaus zu einem erheblichen Mehraufwand geführt. So musste man unter anderem Gespräche mit Anwohnern, Gemeinderäten, der Genehmigungsbehörde und dem Planer führen. lst