Das Kinderhaus in der Au bekommt eine neue Heizung. Dabei setzt die Gemeinde auf eine Kombination aus Gas-Brennwertkessel und Brennstoffzelle. Und zwar nicht nur um über einen Zuschuss der Kreditanstalt für Wiederaufbau 15 000 Euro einzusparen, sondern auch aus Umweltgründen.

Überschüssiger Strom wird ins Stromnetz eingespeist

Wie Andreas Schmid als kommissarischer Bauamtsleiter dem Gemeinderat erklärte, werden einer Brennstoffzelle über Kraft-Wärme-Kopplung bzw. eine chemische Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff Wärme und Strom erzeugt. So kann das Kinderhaus also nicht nur beheizt werden – es entsteht auch Strom, der für den Eigengebrauch genutzt werden kann. Überschüsse werden ins Stromnetz eingespeist. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizung mittels Gas-Brennwertkessel spare man auf diese Weise jährlich mehr als drei Tonnen CO2 ein.

Das fordert das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Außerdem erfüllt die Gemeinde damit die Vorgabe aus dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz, wonach mindestens 15 Prozent des wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien resultieren müssen. Der Gemeinderat hat dem vorgeschlagenen Weg nach kurzer Diskussion einstimmig zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 77 000 Euro.