HZ Ein Leserbrief zum Ausbau der B 492 und der neuen Umleitungsstrecke.

Eine Bürgerinitiative in Sontheim an der Brenz und Niederstotzingen will den Beitritt der beiden Gemeinden zum Freistaat Bayern herbeiführen. „Dieses Vorhaben war längst überfällig“, ließ ein Sprecher der Initiative am vergangenen Freitag wissen.

Für die Bewohner der beiden Gemeinden seien die bayerischen Kreisstädte Dillingen und Günzburg durch ihre nahe Lage demnach ohnehin schon seit langem wichtige Anlaufstellen für Einkäufe oder für städtisches Kulturangebot. Auch bestünden bedeutende wirtschaftliche Beziehungen zu den benachbarten Landkreisen. „Den Ausschlag für den derzeitigen Vorstoß gab nun aber die Vollsperrung der B 492“, so der Sprecher.

Die eigene Kreishauptstadt ist während der zweijährigen Bauzeit nur durch einen unzumutbar großen Umweg erreichbar, auch die Stadt Ulm kann durch die Sperrung der Ortsdurchfahrt Asselfingen nur über weite Umwege erreicht werden.

Beide Umleitungen führen nun auf gleicher Strecke durch das Lohnetal, was einen Verkehrskollaps in den Gemeinden Bissingen und Stetten zur Folge haben dürfte.

Auch die Variante, über die Bundesautobahn A7 auszuweichen steht durch die langfristige Sperrung der Ausfahrt Niederstotzingen nicht zu Verfügung. „Wir fühlen uns von Stuttgart im Stich gelassen“, begründet der Sprecher die Entscheidung, „so etwas würde es beim Söder nicht geben“. Ein Antrag zur Aufnahme der beiden Gemeinden in den benachbarten bayerischen Landkreis Dillingen soll demnach im Laufe der kommenden Woche an die Bayerische Staatsregierung gestellt werden.

Für alle, die bis hier gelesen haben: Das ist natürlich alles Ironie, wäre aber nur eine konsequente Reaktion, auf das jahrelange Versagen rund um den Ausbau der B 492. Was das Regierungspräsidium Stuttgart in dieser Sache verplant hat und welche Steuergeldverschwendungen damit einhergehen, ist nur mit viel Humor zu ertragen.

Philipp Hornung, Sontheim an der Brenz