In der Zeitung ist von den Sachbeschädigungen in Sontheim am Gebäude des Türkisch-Islamischen Kulturvereins berichtet worden. In diesem Zusammenhang wurde der Begriff „Domizil“ verwendet.

Religiöse Heimat

Der unbedarfte Leser könnte durch diese Wortwahl den Eindruck gewinnen, dass es sich um eine nette Freizeiteinrichtung handelt, in welcher Menschen mit türkischen Wurzeln und deren Freunde sich zwanglos treffen. Dies entspricht zwar der Wahrheit, nur geht dabei unter, dass uns das Gebäude eben auch als religiöser Raum dient. Es handelt sich um unsere Moschee. Dort finden unsere Freitagsgebete statt und dort haben wir als Moslems unsere religiöse Heimat. Dies kommt im HZ-Bericht leider nicht deutlich zum Ausdruck.

Generalkonsul war da

Dieser Bedeutung trug jedoch der Besuch des türkischen Generalkonsuls aus Stuttgart am vergangenen Freitag Rechnung. Er hat sich persönlich einen Eindruck von der Stimmungslage vor Ort verschafft und beruhigend auf die Menschen eingewirkt. Die Sachbeschädigungen an unserer Moschee möchte ich keinesfalls überbewerten, auch liegt es mir fern, Emotionen zu schüren. Und doch hätte ich mir gewünscht, dass hier etwas sensibler berichtet worden wäre.

Wir schätzen sehr, dass es in Sontheim ein gutes Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und verschiedenem kulturellem Hintergrund gibt. Darauf sind wir stolz und werden auch weiterhin alles dafür tun, dass dies so bleiben wird.

Orhan Turanoğlu, Heidenheim