Brenz / Catrin Weykopf Bei einem Feuer in Brenz waren am Samstagnachmittag eine Mutter und ihre beiden Kinder verletzt worden. Die 41-Jährige erlag über Nacht ihren Verletzungen.

Der Brand eines Wohnhauses in der Sontheimer Straße in Brenz am Samstagnachmittag hat der Polizei zufolge ein Todesopfer gefordert. Eine 41-Jährige, die von der Feuerwehr aus dem stark verrauchten Haus gerettet worden war und um deren Leben anschließend die Einsatzkräfte des DRK kämpften, verstarb in der Nacht im Klinikum.

Mit ihr ins Krankenhaus gebracht worden waren ihre beiden Kinder im Alter von 14 und 19, die leicht verletzt worden waren.

Was war passiert:

Gegen 16.30 Uhr am Samstagnachmittag rückten zahlreiche Feuerwehrkräfte aus dem ganzen südlichen Landkreis in Richtung Brenz aus. Dort war ein Feuer in einem Wohnhaus in der Ortsmitte ausgebrochen.

Bis in die späte Nacht waren rund 130 Feuerwehrleute im Einsatz, um das Feuer vollständig abzulöschen. Über Nacht wurde zudem eine Brandwache eingesetzt. Und auch am Sonntag dauert der Einsatz weiter an - so wurde etwa erneut die Drehleiter aus Giengen angefordert, um lose Gegenstände wie Ziegel auf dem Dach des Hauses vor dem Herunterfallen zu sichern. Seitens der Feuerwehr wird davon ausgegangen, dass die Einsatzdauer mehr als 24 Stunden betragen wird.

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Weil die Decken des Gebäudes als einsturzgefährdet galten, konnten die Einsatzkräfte das Feuer nicht von innen löschen. Deswegen wurde mit Hilfe zweier Drehleitern von außen gelöscht, so ein Feuerwehrsprecher. Bis die Dachhaut geöffnet werden konnte, hatte sich das Feuer bereits stark im Inneren des Hauses ausgebreitet.

Anfangs hattet sich zudem dichter Rauch entwickelt, der die Sicht erheblich beeinträchtigt hatte. Die Feuerwehr hatte deswegen die Anwohner dazu angehalten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Um Tiere, die in einem angrenzenden Stall untergebracht waren, vor dem Qualm zu schützen, wurde ein Großlüfter aufgebaut. Unter Beaufsichtigung eines Tierarztes blieben die Tiere während des gesamten Löscheinsatzes in ihrem Stall.

Metzger und Bäcker versorgen die Einsatzkräfte

Das DRK war ebenfalls im Einsatz. Auch nach dem Abtransport der Verletzten blieben rund 20 Einsatzkräfte vor Ort - vornehmlich um die Feuerwehrkräfte zu betreuen, die unter Atemschutz arbeiteten. An die Einsatzstelle gerufen wurden zudem Notfallseelsorger.

Weil sich die Temperatur zwischenzeitlich der 0-Grad-Marke näherte und durch das Löschwasser Glättegefahr bestand, waren zudem Mitarbeiter des Bauhofs am Einsatzort und streuten Salz.

Als klar wurde, dass es sich um einen stundenlang anhaltenden Einsatz handeln werde, wurden zahlreiche Bürger in Brenz aktiv, um die Einsatzkräfte zu versorgen. Eine Metzgerei heizte nachts die Küche an und man begann für die Einsatzkräfte zu kochen. Und auch von örtlichen Bäckereien kam Hilfe - in Form von Brot und Brötchen. „Diese Hilfsbereitschaft war enorm“, so ein Feuerwehrsprecher.

Dichter Rauch in Teilen von Brenz

Wie es zu dem Brand kam, ist noch nicht bekannt. Die Polizei war mit mehreren Ermittlern vor Ort und hat die Arbeit aufgenommen. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar.

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf ungefähr 500.000 Euro. Die Ermittler der Kriminalpolizei suchen nun nach der Brandursache. Dazu haben Spezialisten der Kriminaltechnik die Spurensicherung am Brandort aufgenommen.