Bergenweiler / Laura Strahl Bei einer Kontrolle der Bergenweiler Kanalisation sollen auch Hausanschlüsse überprüft werden.

Das Kanalnetz des Sontheimer Teilorts soll auf Schäden kontrolliert werden. Mit diesem Beschluss kommt der Gemeinderat einer Verordnung des Umweltministeriums nach, die alle zehn Jahre eine Überprüfung der Kanäle vorschreibt. Eventuell können für einige Abschnitte bereits bestehende Daten verwendet werden. Andernfalls, so beschrieb Ulrich Mäck vom beauftragten Ingenieurbüro Gansloser in der jüngsten Gemeinderatssitzung, wird das komplette Kanalsystem befahren – rund 14,5 Kilometer Leitung. Kostenschätzung: 46 500 Euro.

„Unappetitliche“ Brenz

Enthalten sind hierbei auch die Hausanschlüsse, die vom Hauptkanal abzweigen. Damit soll ein Problem angegangen werden, das in Bergenweiler immer wieder für Naserümpfen sorgt: Durch Fehlanschlüsse gelangt Abwasser von einigen Häusern in den Regenwasserkanal und damit bisweilen in die Brenz. „Unappetitlich“, wie Mäck beschrieb.

Die Befahrung wird allerdings auch benötigt, um die Bemessung eines Regenklärbeckens an der Brückenstraße festlegen zu können. Dieses Becken muss die Gemeinde dringend erneuern. Eine Frist des Landratsamts läuft nach Jahren der Verlängerung bald ab. Wie Bürgermeister Matthias Kraut sagte, will man die Erneuerung des Regenklärbeckens nun in Verbindung mit der Sanierung der dortigen Brenzbrücke über die Bühne bringen, die noch im Herbst vonstatten gehen könnte.