Insgesamt 17 Jungstörche – zwölf davon auf dem Schloss Brenz – wurden jetzt auf dem Sontheimer Gemeindegebiet bei der Storchenberingung gezählt, die ohne Publikum stattfinden musste.

Routiniert beringte Ute Reinhart für die Vogelwarte Radolfzell die Jungtiere, wog sie, schaute bei einem kurzen Gesundheitscheck nach dem Zustand der Jungen und durchsuchte die Nester nach gefährlichem Müll. Beteiligt waren außerdem die Firma Joas mit einem Autokran und zwei Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Frieder Frankowitsch und Luis Steck.

Neun Jungstörche aus drei von vier Nestern auf dem Schloss konnten beringt werden, Tiere aus dem vierten Nest jedoch nicht, da diese Tiere bald flügge sind und die Gefahr bestand, dass der Nachwuchs aus dem Nest flüchten könnte.

Laut Ute Reinhart gibt es auch Nachwuchs auf dem Kamin des Restaurants Kult (vier Tiere) und auf der Fetzer-Mühle (ein Tier). Im Nest bei der Firma Röhm überlebten die jungen Vögel durch das nasskalte Wetter dagegen nicht. Das neue Nest auf dem Sendemast in der Uhlandstraße wurde dieses Jahr fertig gestellt, blieb jedoch noch ohne Nachwuchs.

Kein Beringungsfest

Das traditionelle Storchenberingungsfest des Fördervereins fiel aufgrund der Corona-Situation aus. Bei der Gemeinde Sontheim hofft man, dass es im nächsten Jahr wieder stattfinden kann.

Die Firma Elektro Wörz hat sich darum gekümmert, dass auch die Storchenkamera auf dem Brenzer Schloss wieder aktiviert ist. Die Bilder der Kamera sind unter sontheim-brenz.de/schloss-brenz/storchenkamera zu sehen.

Als erfreuliche Nachricht gab Museumbetreuer Frieder Frankowitsch bekannt, dass das Museum Schloss Brenz wieder Besucher empfangen darf. Geöffnet ist es sonn- und feiertags von 13 bis 17 Uhr.