Seit das Lindenfest erstmals im Jahr 1983 veranstaltet wurde, hat es sich zu einem festen Bestandteil im Jahreskalender Niederstotzingens entwickelt. Die zweitägige Traditionsveranstaltung genießt bei den Bürgern hohes Ansehen und wurde in den vergangenen zwei Jahren schmerzlich vermisst. Die gute Nachricht: In diesem Jahr wird das Lindenfest wieder stattfinden, traditionell am letzten Augustwochenende.

Freilich hat sich in den zwei Jahren der Pandemie einiges verändert: „Die Vereine tun sich schwer, die gleiche Anzahl Helfer wie früher zu finden“, sprach Bürgermeister Marcus Bremer in der Sitzung des Gemeinderats ein Problem an, das viele Vereine betreffe. Zudem seien die Preise stark gestiegen, was ebenfalls eine Herausforderung in der Umsetzung darstelle. Das beziehe sich nicht nur auf die Lebensmittelpreise, sondern auch Biertischgarnituren seien ebenso teurer geworden wie weitere Dienstleistungen und Produkte.

Bremer schlug daher vor, zur Unterstützung dieser zentralen Veranstaltung der Stadt einen städtischen Zuschuss von 3000 Euro beizusteuern, um die Vereine zu unterstützen. Er könne sich hierbei vorstellen, dass damit zweckgebunden die musikalische Unterhaltung am Samstagabend bezahlt wird. „Das Fest ist für die Stadt wichtig“, so Bremer, dem könne die Stadt mit dem Zuschuss gerecht werden, zumal die Vereine mit dem Fest keinerlei Gewinne beabsichtigten, aber eben auch kein Defizit.

Die Meinungen der Fraktionen

Marianne Nikola, die Vorsitzende der Bürger- und Wählerinitiative, stimmte dem zu, wenn es sich um eine einmalige Unterstützung handelt: „Wir wollen ja, dass die Leute zusammenkommen und feiern.“

Hin- und hergerissen war Martin Däumling, SPD: Er sei zwar Fan des Lindenfests, aber ein städtischer Zuschuss „könne auch Neid erregen, weil der Eindruck entstehen könnte, den Zuschuss erhalte der Musikverein“. Der übliche Weg sei es im Übrigen, dass die Vereine auf die Stadt zukämen und nicht umgekehrt.

Für angemessen hielt es hingegen Berthold Wetzler, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, das Fest zu unterstützen, „da offensichtlich gerade neue Konstellationen und Wandel stattfinden“. Er befürwortete daher einen zweckgebundenen einmaligen Zuschuss auch im Sinne des Gemeinwohls, das für ihn im Vordergrund stehe.

Der Zuschuss wurde daher in vorgeschlagener Höhe beschlossen – und das trotz aller Bedenken einstimmig. Nach dem Lindenfest 2022 könne dann neu beraten werden.

Das Lindenfest wird von der Vereinsfamilie Niederstotzingen veranstaltet. Die Federführung obliegt dem Musikverein Stadtkapelle Niederstotzingen, der auch 50 Prozent der anfallenden Kosten trägt. Die restlichen 50 Prozent der Kosten werden nach Umsatz und Gewinn pro teilnehmenden Verein umgelegt.

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