Am Sonntag, 17. Juli, wird die neue Sonderausstellung „Der Vogelherd. Jagd im Lonetal“ im Archäopark Vogelherd eröffnet. Die vom Förderverein Eiszeitkunst im Lonetal und der Stefan-Doraszelski-Stiftung geförderte Schau gewährt einen Einblick in die Entwicklung von Jagdwaffen und -techniken von der Alt- bis in die Jungsteinzeit.

Eine wichtige Rolle spielten dabei auch die Beutetiere, die nicht nur das begehrte Fleisch lieferten, sondern auch weitere Ressourcen wie Knochen, Sehnen, Fett und Fell, die die Menschen zum Überleben benötigten. Die Überreste dieser Tiere finden sich heute in den steinzeitlichen Fundstellen im Lonetal. Die Vogelherdhöhle ist eine der zentralen Fundstellen in Süddeutschland. Hier wurden neben den Resten der eiszeitlichen Tiere auch die Jagdwaffen der Menschen gefunden, die während der letzten Eiszeit lebten.

Höhepunkte der Ausstellung

Neben zahlreichen Originalfunden aus der Vogelherdhöhle und dem Lonetal werden auch lebensechte Rekonstruktionen von Beutetieren wie Wildpferd, Schneehase und -huhn sowie Rekonstruktionen der Jagdwaffen zu sehen sein. Ein weitere Höhepunkt der Ausstellung ist der Wirbelknochen eines Höhlenbären aus dem Hohle Fels, in dem noch ein Teil des Feuersteinprojektils steckt. Dieses einzigartige Exponat ist rund 30.000 Jahre alt und zeigt, dass auch gefährliche Tiere wie Höhlenbären nicht vor dem Menschen sicher waren.

Die Sonderausstellung „Der Vogelherd. Jagd im Lonetal“ ist bis zum 6. November im Archäopark Vogelherd zu sehen. Rund um die Ausstellung wird es ein buntes Rahmenprogramm bestehend aus Veranstaltungen und Workshops sowie wissenschaftlichen Vorträgen zum aktuellen Forschungsstand geben. Weitere Informationen unter www.archaeopark-vogelherd.de.

Archäopark Vogelherd Niederstotzingen Neue Ausstellung: Wie wurde in der Eiszeit gejagt?

Stetten ob Lontal