Es ist der dritte Sommer mit Wassermelonen, den Landwirt Florian Klaiber aus Oberstotzingen erlebt – und der dritte erfolgreiche Sommer damit. Für den Erfolg verantwortlich sind zum einen hohen Temperaturen, die dieser Sommer mit sich brachte, und das durchgängig, zum anderen aber auch eine neue Herangehensweise an die Pflanzung dieser eigentlich im Süden beheimateten Früchte.

„Melonen brauchen einen warmen Fuß“, so Florian Klaiber. Deshalb hat er die im Gewächshaus gezogenen Pflänzchen in diesem Jahr nicht nur in den Boden gesetzt, sondern eine Folie gezogen und diese an den Rändern mit Erde bedeckt. So wird die Wärme im Boden gespeichert und die Pflänzchen können noch besser gedeihen.

Ein kleines Team kümmert sich um die fachgerechte Verarbeitung.
Ein kleines Team kümmert sich um die fachgerechte Verarbeitung.
© Foto: Marita Kasischke

3.500 Stück hat er in diesem Jahr gepflanzt, und das ist eine Menge Arbeit,, die natürlich schnell verrichtet werden muss, damit die Pflanzen schnell weiterwachsen können. Eineinhalb Tage lang hat das gedauert, und dabei haben nicht nur Ehefrau Stefanie geholfen, sondern etwa acht Leute waren mit von der Partie. „Das war alles Handarbeit“, so Florian Klaiber.

Nicht so das Auslegen der Folie: Dafür hat Florian Klaiber eigens ein Gerät entwickelt und selbst gebaut, so dass zumindest diese Vorarbeit beim Pflanzen ein weniger schneller von der Hand ging.

Regionale Frucht

Und dann kam das „Melonenwetter“, wie Stefanie Utz sagt. Prächtig gediehen die Pflanzen zu runden, reifen und süß-saftigen Früchten, die den Vergleich mit ihren Geschwistern aus Griechenland, Spanien und Co. nicht zu scheuen brauchen. „Von einer Kundin haben wir gehört, dass sie die Stotzinger Wassermelonen sogar noch lieber hat als die aus dem Süden“, erzählt Florian Klaiber. Denn heuer sind die Wassermelonen nicht nur am Stand direkt an seinem Hof zu erwerben, sondern auch auf den Märkten in Ulm, Biberach und Langenau. Und verschiedene Supermärkte beliefert Klaiber auch. „Unsere regionale Frucht passt prima ins Sortiment gerade auf den Wochenmärkten“, wurde Florian Klaiber bestätigt.

Große Vielfalt geboten

An ihrem Verkaufsstand werden im Herbst übrigens Kürbisse zu erstehen sein. Weil Florian und seine Partnerin immer gern etwas ausprobieren, haben sie in diesem Jahr erstmals auch Kürbisse gesät. Dazu kam es, weil Stefanie Utz im vergangenen Jahr ein Eckchen Boden zum Eigenbedarf nutzte und Kürbisse gesät hatte. „Es ist wunderschön anzusehen, welche Vielfalt sich da entwickelt“, berichtet sie.

Landwirt Florian Klaiber aus Oberstotzingen verkauft regional angebaute schwäbische Wassermelonen.
Landwirt Florian Klaiber aus Oberstotzingen verkauft regional angebaute schwäbische Wassermelonen.
© Foto: Marita Kasischke

Da gibt es nicht nur Zier- und Esskürbisse, sondern auch ganz verschiedene Formen und Farben. Darauf können Klaibers Kunden jetzt schon gespannt sein. Und worauf noch? Was hat er im nächsten Jahr Neues vor? „Das überlege ich mir im Winter“, antwortet Florian Klaiber verschmitzt.

Fest steht: Es wird wohl auch einen vierten erfolgreichen Melonensommer auf dem Klaiber-Hof geben. Und dann vielleicht ja auch Stotzinger Wassermelonen auf dem Heidenheimer Wochenmarkt.

Gewiss ist jedenfalls, dass Florian Klaiber und seine Partnerin Stefanie Utz sich nicht auf den jetzigen Erfahrungen ausruhen werden, sondern bestrebt sind, diese immer weiter auszubauen. Und das Vertriebsnetz wird wohl ebenfalls ausgeweitet werden.

Brüssel