Eigentlich wollte die evangelische Gesamtkirchengemeinde Sontheim-Niederstotzingen im ersten Jahr nach der Fusion einen lebendigen Adventskalender auf die Beine stellen. Jeden Tag bis Weihnachten hätte man sich an wechselnden Orten zusammengefunden, um gemeinsam ein neues „Türchen“ zu öffnen. Das Coronavirus aber verhindert nun eine Umsetzung dieses Formats, das auch in anderen Gemeinden zur Vorweihnachtszeit gehört.

Der Adventskalender läuft sogar bis zum 27. Dezember

Was also tun? Gar nichts? Im Gegenteil: „Man muss kreativ sein! Wir haben uns eine Alternative überlegt“, sagt Niederstotzingens Pfarrer Ulrich Erhardt. Und zwar einen digitalen Adventskalender. Statt ein Fensterbild zu gestalten, sollen die Teilnehmer dafür Fotos zu bestimmten Themen aufnehmen. Jeden Tag wird dann ein neues Bild auf der Homepage der Kirchengemeinde veröffentlicht. Und zwar nicht erst ab dem 1. Dezember, sondern bereits ab dem ersten Advent. Schließlich gehören seit der Fusion vier Kirchen zur Gesamtkirchengemeinde. Und jede hat einen Adventskranz, der an einem Adventssonntag im digitalen Kalender erscheinen soll. Für die einzelnen Krippen habe man die Feiertage ausgewählt, sagt Pfarrer Erhardt. Der Kalender ende daher später als üblich, nicht am 24. Dezember, sondern erst am 27. Dezember.

Pfarrer Erhardt: trotz Corona positiv bleiben

Alles anders also dieses Jahr. Trotzdem sei die Stimmung gut, sagt Pfarrer Erhardt. Man müsse sich aktuell fragen: „Was kann ich machen?“ und nicht „Was muss ich absagen?“ Dann könne auch etwas Positives aus dem erzwungenen Umdenken entstehen. So wie etwa an Heiligabend: Wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen sollen in Niederstotzingen mehrere Gottesdienste stattfinden (14.30, 16 und 17.30 Uhr) – jeder davon speziell für eine bestimmte Zielgruppe.