Im angeführten Artikel erfuhr ich, dass letztes Jahr in Brandenburg 813 Weidetiere durch Wölfe getötet wurden, wobei durch Wolfsmagen-Untersuchungen 96 Prozent des Mageninhaltes aus Wild – überwiegend Reh – bestanden. Ich bin seit 46 Jahren Jäger und habe die Jagd immer so begriffen, dass der Mensch den Zuwachs entnehmen darf, sauberer Schuss, schmackhaftes chemiefreies Fleisch und kleiner Beitrag gegen Massentierhaltung. Die Veganer wollen das Töten von Tieren vermeiden, was allerdings nicht geht, da bei jedem Schritt in den Garten sie auf Ameisen, Spinnen, Käfer usw. treten und mit jedem Spatenstich Engerlinge und Würmer zerteilen. Und jetzt sollen die Wölfe das Wild vertilgen und nicht wir Menschen. So etwas verstehe ich nicht.

Im Februar dieses Jahres wurden in bayerischen Wildgattern in einem 22 Stück Rot- und Muffelwild, im anderen 18 Stück Damwild durch Wölfe getötet. Die Wölfe haben sich jeweils unter dem Zaun durchgegraben. Welche Panik und Schmerzen mussten diese Tiere erleiden? Wo bleibt der Aufschrei der Tierschützer?

Wenn der Wolf nicht bejagt wird, wird er seine Scheu gegenüber dem Menschen verlieren und wahrscheinlich durch bewohnte Gebiete ziehen, so wie die Wildschweine am helllichten Tag in den Parks von Berlin. Muss erst ein Kind angefallen werden, bevor die „Naturschützer“ aufwachen?

Dr. med. Hartmut Wolf, Niederstotzingen