Im September erschien ein neues Förderprogramm zum Thema Sirenen. Die Antragsfrist war mit dem 12. November äußerst kurz bemessen. Anlass genug für die Verwaltung Niederstotzingens, sofort in die Gänge zu kommen und  den derzeitigen Stand in Sachen Sirenen zu überprüfen. Das Ergebnis wurde nun dem Gemeinderat präsentiert.

Das Ergebnis der Prüfung: Alle vier Standorte  von Sirenen – die Rathäuser in Niederstotzingen, Oberstotzingen und Stetten sowie ein Wohnhaus in Lontal in der Ulrichstraße – sind funktionsfähig. Allerdings sind diese nicht in ein überregionales Alarmierungssystem eingebunden. Die technischen Voraussetzungen geben eine solche Einbindung auch nicht her, sodass die Förderfähigkeit nicht gegeben wäre.

Gefördert werden könnten jedoch neue elektronische Sirenenanlagen, die die Bürger im Bedarfsfall warnen und entwarnen können. Über dieses Förderprogramm würde pro Standort und Sirene ein Betrag von 10 850 Euro fließen. Die Kosten pro Standort beliefen sich laut Hauptamtsleiter Andreas Häußler auf rund 17 000 Euro. Vorsorglich und angesichts der knappen Frist hatte daher die Verwaltung diesen Förderantrag gestellt.

Dieser Förderantrag wurde durch das Gremium auch nachträglich legitimiert. Allerdings wurden auch Stimmen gegen die Sirenen-Aufrüstung laut. Ob ein solches Warnsystem heute noch zeitgemäß sei, warf Bernd Hegele, Fraktionsvorsitzender der CDU, auf. Sirenen sagten seiner Meinung nach nichts aus, besser wäre es, mit Einsatzkräften durch den Ort zu fahren, um konkret zu informieren, was los sei.

Ob diese Aufrüstung tatsächlich vorgenommen werden soll oder nicht, mit dieser Frage wird sich der Gemeinderat dann noch befassen müssen. Vorläufig, darin herrschte Einigkeit, solle abgewartet werden, ob der Förderantrag Erfolg hat. In diesem Falle werde dann noch gesondert diskutiert werden, ob diese Investition nötig sei oder nicht.

Marita Kasischke