Unter Corona-Schutzregeln fand die Hauptversammlung der Feuerwehr Niederstotzingen statt. Geschildert wurde, dass man sich in den vergangenen Monaten der Herausforderung gestellt und trotz widrigen Umständen die Einsatzbereitschaft sichergestellt habe. Zwar sei auf die Einstellung des Übungsbetriebs und der kameradschaftlichen Treffen mit Webseminaren und Online-Meetings reagiert worden, doch ersetze dies nicht das „normale Feuerwehrleben“, wie Kommandant Thomas Walter betonte.

Walter berichtete von einem leichten Anstieg bei den Einsatzzahlen in Niederstotzingen. Zu 30 Einsätzen wurden die Frauen und Männer gerufen, wobei die technischen Hilfeleistungen im Fokus standen. Aber auch über die Landesgrenze hinaus leistete die Wehr Hilfe, so bei einem Dachstuhlbrand im benachbarten Riedhausen. Auch künftig werde man bei größeren Einsatzlagen die bayrischen Kollegen unterstützen.

Bürgermeister Marcus Bremer dankte der Feuerwehr für das zusätzliche Engagement unter pandemischen Bedingungen.

Bis auf das Amt des Kommandanten standen etliche Wahlen und Neubesetzungen an. Bei der Wahl der stellvertretenden Kommandanten folgten auf Peter Ruff, der nicht mehr zu Wiederwahl stand, Harald Hartmann und Matthias Rabe. Somit führt nun ein Trio, mit Thomas Walter an der Spitze, die Feuerwehr an.

Der neue Ausschuss setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Kassierer ist statt Rainer Maier nun Christian Schiefnetter, Schriftführer Raphael Finsinger statt Harald Hartmann. Vervollständigt wird das Gremium durch die Beisitzenden Felix Frank, Florian Klaiber, Markus Koch und Hans-Peter Unterweger. Fabian Appel und Kilian Noller leiten ab sofort die Jugendfeuerwehr.

Kreisbrandmeister Michael Zimmermann beschrieb die Corona-Situation als alles andere als einfach. Ein wenig von der Pandemie werde bleiben. Zwar sei das „Feuerlöschen online“ noch nicht erfunden worden, doch möchte man eine E-Learning-Plattform für den Landkreis installieren, um eine Ausweichmöglichkeit zu Präsenzausbildungen bereitzustellen.

Als gut gelungen bezeichnete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Heidenheim, Uli Steeger, den Gesundheitsschutz in den Feuerwehren während der Pandemie. Zu wenig werde nach Steegers Empfinden das Ehrenamt in der Politik thematisiert. So seien die Auswirkungen der Pandemie hinsichtlich des Bestehens von Vereinen und ehrenamtlichen Organisationen noch nicht abzusehen.

Pläne für die Zukunft

Der Verband plane in die Zukunft. So gehe man mit der Feuerwehr Königsbronn eine Kooperation ein, in dem man einen Feuerlöschtrainer für die Wehren im Kreis zum Üben bereitstelle. Auch eine Trainingsanlage für das Löschen mit Schaum wolle man beschaffen. Weiter soll in diesem Jahr noch eine Webschulung zum Thema Belüften bei Bränden stattfinden.

Für herausragende Dienste wurde Peter Ruff mit der Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverbands Baden-Württemberg geehrt. Günter Ott erhielt von Steeger das Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbands. Matthias Rabe erhielt die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr.

Für 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Andreas Graf und Andrew Müller, für 15 Jahre Roland Stelzle gehrt. Zum Hauptlöschmeister wurden Marco Ast und Markus Koch befördert.