Niederstotzingen / HZ 40 Teilnehmer informierten sich auf dem Hof von Kurt-Martin Hölzle in Niederstotzingen.

Wie verträgt sich ein Biobauernhof mit einem Wasserschutzgebiet? Dieser Frage ging der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen nach. Da die Landeswasserversorung im Raum Niederstotzingen/Sontheim Wasser entnimmt, unterliegen die dortigen Landwirte bestimmten Einschränkungen. Knapp 40 Teilnehmer informierten sich darüber bei Kurt-Martin Hölzle in Niederstotzingen. Dort unterhält der Biobauer, der seit vorigem Jahr für B90/Die Grünen im Kreistag sitzt, gemeinsam mit seiner Frau einen Biohof.

Hölzle erläuterte den Besuchern, mit welchen Fruchtfolgen er den Boden so vorbereitet hat, dass er ohne Dünger auskommt. Es handele sich um ein geschlossenes System. Der Klee, mit dem der Boden zwei Jahre lang bepflanzt wird, werde an die Kühe verfüttert. Die anschließenden Fruchtfolgen würden erlauben, ohne herkömmlichen Dünger auszukommen und trotzdem eine gute Ernte einzufahren. Außerdem verhindere die Fruchtfolge, dass sich Schädlinge für bestimmte Pflanzen im Boden festsetzen. Ein Problem sei der Gülleeintrag, der nicht erlaubt sei, während konventionelle Bauern Stickstoffdünger ausstreuen dürften.