Niederstotzingen / Klaus Dammann Niederstotzingen erhofft sich durch die Anschaffung von vier Anzeigetafeln einen reduzierenden Effekt beim Tempo des Verkehrs im Bereich der beiden Kinderhäuser.

„Es ist ein Thema, das die Bürgerschaft immer wieder bewegt“, betonte Bürgermeister Marcus Bremer, als es im Gemeinderat um die gefahrene Geschwindigkeit im Straßenverkehr ging. Auch die Umleitung der B 492 spiele hier für Nieder- und Oberstotzingen inzwischen hinein. Immer wieder werde auch die Einführung von Tempo 30 in vielen Bereichen der Stadt wie etwa der Ortsdurchfahrt oder bei den Kinderhäusern angesprochen. Aber die Stadtverwaltung sei in vielen Dingen nicht zuständig.

Verkehrszählung muss abgewartet werden

So seien die Möglichkeiten für eine solche Geschwindigkeitsreduzierung auf der Landesstraße nicht so einfach gegeben, sagte Bremer. Gründe könnten besondere Gefährdungssituationen, Unfallhäufungen, Lärm oder auch an der Landesstraße liegende Einrichtungen wie Altenheime oder Krankenhäuser sein. Dies sei in Niederstotzingen aber nicht der Fall. Und bezüglich Lärm müsse das Ergebnis einer Verkehrszählung abgewartet werden.

Im Austausch mit anderen Kommunen habe man auch erfahren, dass Tempo-30-Zonen nur mit baulichen Maßnahmen wie Straßenverschwenkungen effektiv funktionieren – im anderen Fall gebe es eben nur Schilder, von denen für die Stadt 33 Paare nötig würden. Der Technische Ausschuss sei von der Sinnhaftigkeit nicht überzeugt gewesen. Stattdessen habe sich die Idee ergeben, bei den Kinderhäusern Villa Kaleidos in Oberstotzingen und Familienzentrum St. Anna in Niederstotzingen jeweils zwei Anzeigetafeln für die aktuell gefahrene Geschwindigkeit anzubringen, schilderte der Bürgermeister.

Ein Angebot für die insgesamt vier Tafeln liege bei 9600 Euro. Die Verwaltung glaube an den Effekt der Tafeln bei den Verkehrsteilnehmern. „Ich denke, das wird Wirkung zeigen“, so Bremer. Gleichzeitig bedeute der Kauf nicht, dass das Tempo 30 für alle Zeiten erledigt ist. Zum alle Gemeinden im Landkreis beschäftigenden Thema der Errichtung stationärer Radaranlagen sagte er, dass man mit dem Landratsamt im Gespräch sei und in einer späteren Sitzung darüber beraten werde.

Standorte in der Diskussion

Diskutiert wurde dann im Gremium über den möglichen Standort der Tafeln bei der Villa Kaleidos. Stadtrat Theodor Feil befand diesen Bereich durch die Bushaltestelle auf der Fahrbahn bereits für verkehrsberuhigt und befürwortete Standorte von zwei Tafeln an den Ortseingängen von Oberstotzingen und Stetten. Von mehreren Seiten wurde jedoch für den Standort Villa Kaleidos argumentiert. So hieß es, dass auch an der Villa Kaleidos noch schnell gefahren werde. Der Bürgermeister meinte, dass die Tafeln einen „sozialen Druck“ aufbauen und so etwas bringen würden. Zu Martin Däumlings Anmerkung für Tempo 30 in der Nacht sagte Bremer, dass Prüfungen stattfänden und die Verwaltung ihr Möglichstes tue.

In der Abstimmung votierte das Gremium einstimmig für jeweils zwei Tempo-Anzeigetafeln im Bereich der beiden Kinderhäuser.

Um an einigen Stellen die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit zu überwachen, hat der Nattheimer Gemeinderat fünf neue Blitzer beim Landkreis beantragt. Wo diese nun aufgestellt werden sollen:

Dischingen beantragt beim Landkreis Heidenheim eine Geschwindigkeits-Messeinrichtung für die Gemeinde. Im Gemeinderat ging es auch um drei vorgeschlagene Standorte.

Einige Gemeinden im Kreis wollen die Zahl der stationären Radarfallen erhöhen. Nach eigenen Angaben wollen sie damit erreichen, dass weniger gerast wird. Wenn man dieser Argumentation folgt, sollte jedoch mit ausreichend Schildern auf die Anlagen hingewiesen werden, meint Thomas Zeller in seiner Kolumne.