Niederstotzingen / HZ Nach dem Festgottesdienst zog die Fronleichnamsprozession während einer Regenpause am Donnerstag von Ober- nach Niederstotzingen.

Bei strömendem Regen hatten die Ehrenamtlichen der katholischen Kirchengemeinden Ober- und Niederstotzingen am Morgen des Fronleichnamstags vier prächtige Blumen-Altäre für das Fest vorbereitet und gestaltet. Dekan Sven van Meegen zelebrierte den Festgottesdienst in der St.-Martinus-Kirche, an dessen Ende er freudestrahlend verkünden konnte, dass der Regen aufgehört habe und die Prozession stattfinden könne – nach eigener Aussage an diesem Donnerstag wohl die einzige in Ostwürttemberg.

Mit Maske und Abstand

Mit Schutzmasken und zwei Metern Abstand zog die Prozession von Oberstotzingen nach Niederstotzingen. Fahnenabordnungen, Bläser, Ministranten und viele Teilnehmer machten den langen Prozessionsweg zu einem Festzug. Besonders emotional war der Besuch beim Pflegeheim Pan. Da wegen der Corona-Pandemie niemand ins Pan durfte, spielten die Bläser und sang das Gesangsquartett extra für die Pflegebedürftigen und die Pflegekräfte draußen vor dem Speisesaal bei offenen Türen und Fenstern. Dekan van Meegen spendete den Segen. Eine Station war auch am ökumenischen Altar vor der evangelischen Andreaskirche.

Die einzigen 90 regenfreien Minuten reichten, bis die Prozession auf dem Kirchplatz St. Petrus und Paulus angekommen war. Unter großem Applaus wurde dort allen gedankt, die den hohen katholischen Festtag mit Prozession unter schwierigen Bedingungen ermöglicht hatten.