Bei einem Besuch des Landtagabgeordneten und SPD-Landeschefs Andreas Stoch hat Bürgermeister Marcus Bremer die enorme Belastung durch Ausbau und Sperrung der Bundesstraße 492 zwischen Brenz und Hermaringen unterstrichen. Der zusätzliche Verkehr durch den Ort sei immens und sorge nicht nur für erheblichen Lärm: „Bei der Ortsdurchfahrt handelt es sich um eine Landesstraße, die ohnehin schon in keinem guten Zustand mehr ist, doch diese Verkehrslast gibt ihr jetzt den Rest“, so Bremer. Daher fordert der Bürgermeister: „Das Land muss seiner Verpflichtung nachkommen und nach dem Ende der Umleitung die Straße in Stand setzen.“

Auch beim Archäopark erwartet man mehr Unterstützung

Wie seine Kollegen aus Nachbargemeinden empfand auch Bremer die bisherige Kommunikation und Planung zu den Bauarbeiten an der B 492 nicht als optimal: Zwei Jahre Vollsperrung seien deutlich zu lange. Auch Andreas Stoch wiederholte seine Kritik: „Das hätte man besser machen können. Und es darf nicht sein, dass Orte wie Niederstotzingen nicht nur auf dem Verkehr, sondern auch noch auf kaputten Straßen sitzenblieben.“

Hoffnungen setzt Bremer auf eine Ertüchtigung der Brenzbahn, zumal Niederstotzingen durch eine noch bessere Anbindung an Ulm und per Schnellbahntrasse später auch an Stuttgart noch stärker als Wohnort für Berufspendler nachgefragt werden könnte. Gewinnung von Bauland steht darum im Niederstotzinger Rathaus schon heute auf der To-Do-Liste.

Auch der Archäopark Vogelherd, war Thema. Hier sieht Bürgermeister Bremer weiteren Unterstützungsbedarf durch das Land. Stoch stimmte zu: „Es kann nicht sein, dass Niederstotzingen hier alleine ein Unesco-Welterbe stemmen soll, mit dem sich das ganze Land schmückt“. Es müsse das Ziel bleiben, hier auf Dauer eine neue Trägerschaft zu bekommen oder mindestens die Kosten für den laufenden Betrieb zu tragen. Dafür will sich Stoch weiter beim Land und beim Bund einsetzen.