Niederstotzingen / HZ In Niederstotzingen herrscht Freude über die positive Entwicklung bei der Einsatzstärke.

Erstmals seit Jahren verzeichnet Niederstotzingens Feuerwehr wieder eine Zunahme in den Reihen der aktiven Wehr. Kommandant Thomas Walter berichtete erfreut darüber bei der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus. Waren es 2018 noch 48 Einsatzkräfte, konnte nun ein Anstieg um acht auf 56 Mitglieder registriert werden. Aber man will sich auf diesem Erfolg nicht ausruhen: Auch weiterhin liegen die Bemühungen der Verantwortlichen auf dem Anwerben von neuen Mitgliedern sowohl bei der Jugendfeuerwehr, als auch für die Einsatzabteilung.

Als durchweg positiv beschrieb Walter das vorige Jahr für die Niederstotzinger Feuerwehr. Die Entspannung bei der Personalsituation habe für große Erleichterung bei den Verantwortlichen gesorgt. Zum einen wurde der dringend benötigte Nachwuchs aus den Reihen der Jugendfeuerwehr gewonnen, aber auch Quereinsteiger fanden den Weg zu den ehrenamtlichen Helfern. Die Bemühungen von Verwaltung und Feuerwehr, wie etwa durch eine groß angelegte Werbekampagne, hätten sich ebenfalls bezahlt gemacht.

Ein großer Beitrag zur Sicherheit für die Bevölkerung, so der Kommandant, sei 2019 die Indienststellung eines neuen Löschfahrzeugs gewesen. In mehr als 800 Stunden hätten die Frauen und Männer im vorigen Jahr den Ernstfall geprobt. Im Gegensatz zu 17 Einsätzen 2018, traten 2019 insgesamt 23 Ernstfälle ein – von Bränden bis zu technischen Hilfeleistungen.

Jugendfeuerwehrwart Matthias Raabe informierte die Versammlung über die Nachwuchsarbeit. Derzeit zähle die Jugendfeuerwehr elf Mädchen und Jungen. Durch Übernahmen in die aktive Wehr und Austritte sei die Zahl um vier Jugendliche gesunken. Neue Mitglieder verspricht sich Rabe unter anderem durch das Sommerferienprogramm. Auch gehe man mit sozialen Medien moderne Wege, um Nachwuchs zu gewinnen.

Nach dem Bericht des Leiters der Altersabteilung, Gerhard Reiser, legte Kassierer Rainer Maier die Finanzen der Einsatzabteilung offen.

Lob vom Bürgermeister

Erleichtert zeigte sich auch Bürgermeister Marcus Bremer in seinem Grußwort über die Entspannung der Personalprobleme innerhalb der Wehr. Die Situation habe den seit 2016 amtierenden Bürgermeister von Anfang an begleitet und stellte eine zentrale Aufgabe dar, an der man auch zukünftig gemeinsam arbeiten müsse.

Dass die Stadt über eine leistungsfähige Feuerwehr verfüge, habe sie auch 2019 wieder bei den geleisteten Übungen und Einsätzen bewiesen, so Bremer. Die Wehr sei eine wichtige Säule für den Bevölkerungsschutz. Erfolgreich sei auch die Zusammenarbeit mit der DRK-Bereitschaft.

Kreisbrandmeister Michael Zimmermann berichtete über die Einsatz- und Personalentwicklung der Feuerwehren im Landkreis Heidenheim. Entgegen der landläufigen Zahlen könne man sich auch kreisweit über einen leichten Anstieg der Mitgliederzahlen freuen. Einen Rückgang gab es bei den Einsatzzahlen zu verzeichnen: Zu rund 1445 Einsätzen (Vorjahr 1547) mussten die elf Stadt- und Gemeindefeuerwehren und sieben Werkfeuerwehren 2019 ausrücken, wobei 81 Menschen gerettet werden konnten.

Lobende Worte fand der Kreisbrandmeister für die Niederstotzinger Wehrführung sowie die Verwaltung und den Gemeinderat: „Die Feuerwehr ist mit allen Maßnahmen auf dem richtigen Weg.“

Über die Verbandsarbeit berichtete der Vorsitzende Uli Steeger. Themen seien unter anderem Hygiene an der Einsatzstelle und soziale Medien als Chance und Risiko bei der Feuerwehr gewesen.

Auch Ernennungen und Beförderungen standen auf der Tagesordnung. Zum Feuerwehrmann wurden Vincent Knauer, Nick Koch, Kilian Noller und Eric Schütze ernannt. Georg Pflanz wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert, Bernd Hartmann, Frank Hartmann, Andreas Hegele und Markus Hegele zum Hauptfeuerwehrmann, Matthias Rabe zum Hauptlöschmeister.