Ein bisschen weniger rosig wird es künftig zugehen in Niederstotzingen: Den allseits beliebten Rosenmarkt wird es künftig nicht mehr geben. Das verkündeten die beiden Veranstalterinnen Marlene Theuerkorn und Monika Maelzer.

Der 20. Rosenmarkt im Jahr 2019 war damit der letzte. „Wir hatten 20 schöne Jahre, 20 erfolgreiche Märkte“, so Marlene Theuerkorn. „Aber alles schöne geht eben auch einmal zu Ende.“ Gesundheitliche Gründe sind es, die die beiden umtriebigen Damen dazu gezwungen haben, einen Schlussstrich zu ziehen – „schweren Herzens“, wie sie bekunden. Denn der Rosenmarkt hatte nicht nur ihnen beiden als Veranstalterinnen viel bedeutet, auch in der Stadt hatte er schon traditionell zum jährlichen Veranstaltungskalender gehört, ganz zu schweigen von den Besuchern und Ausstellern, die sich alljährlich gerne wieder einstellten, um das besondere Ambiente zu genießen.

„Am Anfang hatten wir 13 Aussteller“, erinnert sich Marlene Theuerkorn, doch schon bald sprach sich der kleine feine Markt herum und so wuchs sowohl die Zahl an Ausstellern wie an Besuchern. Inspiriert worden zu diesem Markt war Marlene Theuerkorn seinerzeit in Laupheim bei einem ähnlichen Markt. Das müsse doch auch in Niederstotzingen möglich sein, dachte sie sich und fand tatkräftige Unterstützung in der seinerzeitigen Stadträtin Monika Maelzer, die das sogleich dem Gemeinderat vortrug.

Und zunächst erntete sie ratlose Gesichter: „Ein Hosenmarkt? Was soll das sein?“ An dieses Missverständnis erinnern sich die beiden heute noch gerne. Denn als das aufgeklärt war, stand der neuen Veranstaltung nichts mehr im Wege: Firma gegründet, Behörden abgeklappert und Vorbereitungen getroffen. „Es war immer ein Jahr Arbeit für genau einen Tag“, so Marlene Theuerkorn.

Häufig ein kleines Verkehrschaos

Missen möchten das beide Rosenmarkt-Initiatorinnen nicht: „Das war immer eine große Freude zu sehen, dass wir den Besucher ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnten. Und dass auch die Aussteller immer von guten Verkäufen berichten konnten.“ Der Andrang war häufig so groß, dass ein kleines Verkehrschaos ausgelöst wurde, denn partout wollten die Besucher nicht weit weg vom Marktplatz rund ums Rathaus am Sportplatz parken, wie die Empfehlung lautete: „Natürlich wollten sie ihre Einkäufe nicht so weit schleppen“, zeigt Theuerkorn Verständnis. Die andere Seite freilich: „Oft waren die Straßen ganz schön zugeparkt.“

Zwar stand immer ein großes Team unterstützend hinter der Aktion Rosenmarkt, aber dennoch lagen die Fäden in Hand von Theuerkorn und Maelzer, die nun mit Rücksicht auf ihre Gesundheit die Veranstaltung aufgeben – nicht ohne freilich ihren zahlreichen Helfern, Besuchern und Ausstellern zu danken, die jahrelang die Treue gehalten hatten und alle miteinander dafür gesorgt hatten, den Rosenmarkt zu dem zu machen, was er letztlich war: ein liebgewordener Treffpunkt in bezaubernder Atmosphäre, beileibe nicht nur für Gartenfreunde. Schon aufgrund von Corona musste er in den letzten beiden Jahren entfallen, nun wird er auch nicht mehr aufleben. Eine echte Erfolgsgeschichte, die nun nur noch in der Erinnerung blüht.

Für die beiden Rosenmarkt-Damen aber bleiben immer noch genügend Aufgaben übrig: Monika Maelzer kümmert sich um die Belange der Städtepartnerschaft mit Bages und Marlene Theuerkorn gibt weiterhin ihre Gymnastik-Kurse.