„Wenn wir für jedes Selfie mit dem Mammut einen Euro bekommen würden, dann wäre der Archäopark finanziert“, scherzte der Vorsitzende des Fördervereins Eiszeitkunst im Lonetal, Hermann Mader, in der Mitgliederversammlung. Von den mittlerweile 239 Mitgliedern war allerdings lediglich ein gutes Dutzend erschienen, Funktionsträger nicht miteingerechnet.

Zwar war Maders Bericht deutlich geprägt von Pandemie-Einschränkungen, Grund zur Freude gab es aber trotzdem, denn viele Aktivitäten wurden angestoßen und umgesetzt, nicht zuletzt in einer Klausur des Vorstands, aus welcher neue Werbestrategien hervorgingen. Die lebensgroße Mammut-Figur hat ein Baby bekommen und „Pedro“, der Neandertaler, hat sich ebenfalls in den Archäopark gesellt – zwei ebenfalls sehr selfie-trächtige Figuren.

Die Vortragsreihe, für die Konrad Roth zuständig ist, findet hohen Anklang, und die Sonderausstellung über Neandertaler wird aufgrund des großen Besucherandrangs sogar bis Februar 2022 verlängert. Als Verkaufsschlager erwiesen sich die Glasbedeckungen aus Holz, die geradezu mammutmäßigen Absatz verzeichnen konnten. Sein Dank galt vor allem den Sponsoren für ihren nicht nachlassenden Einsatz, allen voran der Stefan-Doraszelski-Stiftung, Dr. Michael Rogowski und seiner Ehefrau Gabriele und Marcus Scheuble.

Schatzmeister Klaus Moser gab einen Überblick über die Finanzen, bei denen zwar im Ergebnis ein deutliches Minus steht, welches aber aus der Betriebsmittelrücklage finanziert werden kann. Sein Dank galt vor allem der neuen Geschäftsführerin Cornelia Wolf, die sich in kürzester Zeit in die Geschäftsunterlagen eingearbeitet und diese auf den neuesten Stand gebracht hat. Diesem Lob schloss sich Hermann Mader an. Wolf wurde denn auch von der Mitgliederversammlung einstimmig in ihr Amt gewählt.

Wechsel im Vorstand

Abschied zu nehmen galt es von den Vorstandsmitgliedern Armin Bollinger, Bürgermeister in Asselfingen, und Dr. Manfred Allenhöfer, beides Männer der ersten Stunde des Vereins, denen für ihre geleistete Arbeit gedankt wurde. Als Nachfolger wurden von der Versammlung Renate Bobsin, Bürgermeisterin in Ballendorf und Mehrstetten, sowie Marita Kasischke gewählt.

Niederstotzingens Bürgermeister Marcus Bremer wurde einstimmig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, ein Amt, das bisher von Armin Bollinger ausgeübt wurde. Weiterhin im Vorstand bestätigt wurden Dr. Michael Rogowski, Klaus Moser und Meinrad Schad. Ergänzt wird der Vorstand durch Landrat Peter Polta, der qua Amt seinen dortigen Sitz hat.