Im Alter von 93 Jahren ist am 13. Februar Kurt Gekeler verstorben. 28 Jahre war Gekeler Bürgermeister von Niederstotzingen. Sein Name bleibt untrennbar mit der Geschichte dieser Stadt verbunden.

Als der gebürtige Reutlinger 1960 nach Niederstotzingen gekommen war, war dieses noch ein „bescheidener Ort“ gewesen, wie Gekeler selbst es einmal beschrieb. Gegen sechs Mitbewerber hatte sich Gekeler bei der Wahl zum Bürgermeister durchsetzen müssen. Im Amt blieb er bis 1988.

Aus dem bescheidenen Ort mit 2100 Einwohnern war eine floriernde Stadt geworden. Der Aufstieg der Firma Walter tat den Finanzen der Stadt gut und half auch Gekeler beim Investieren.

Vieles wurde neu geschaffen

Unter Gekeler wurde die Kanalisation ausgebaut und eine Kläranlage errichtet, es wurden neue Baugebiete ausgewiesen, die Schule erweitert, eine Stadthalle und das Hallenbad Lonido gebaut. Und es gab ein neues Rathaus mit Marktplatz im Jahr 1985.

Zudem zählt der Zusammenschluss der Gemeinden Niederstotzingen, Oberstotzingen und Stetten in den 70er-Jahren zu den Verdiensten des beliebten Kommunalpolitikers.

Ein erfülltes Leben

Nach seinem Wechsel in den Ruhestand mit 62 Jahren übte Gekeler noch sein Amt als Kreisrat bis 1989 aus. Auch sonst blieb der Niederstotzinger Ehrenbürger und Träger des Bundesverdienstkreuzes ein aufmerksamer Verfolger des politischen Geschehens. In einem Gespräch anlässlich seines 90. Geburtstags war er auch auf den Archäopark zu sprechen gekommen. Er zweifle noch am langfristigen Erfolg des Parks. Er hoffe, dass die finanzielle Belastung für Niederstotzingen nicht zu hoch werde. Diese Hoffnung ist noch unerfüllt. Das Leben von Kurt Gekeler aber war es.