Am Dienstag gegen 11 Uhr fuhr eine 38-Jährige mit ihrem Renault von Nattheim nach Fleinheim. Hier habe ein Reh die Straße gekreuzt, woraufhin das Auto mit dem Tier zusammengestoßen sei, so die Polizei. Danach sei das Reh offenbar weitergelaufen. Den Sachschaden am Fahrzeug schätzt die Polizei auf ca. 1500 Euro. Ein Jagdpächter machte sich auf die Suche nach dem Tier.

Das rät die Polizei bei Wildwechsel

Die Polizei rät, besonders in den frühen Morgenstunden, bei Dämmerung und in der Nacht mit Wildwechsel zu rechnen. Besondere Vorsicht gelte auf Straßen, die durch Warnschilder gekennzeichnet sind. Denn die Schilder werden gerade dort aufgestellt, wo sich häufig Wildunfälle ereignen. Dort halten sich Tiere gerne auf Grünstreifen, Feldern und Wiesen auf. Autofahrer sollen hier langsam fahren, aufmerksam und bremsbereit sein.

Sind Wildtiere neben oder auf der Straße, gelte für Autofahrer: Abblenden, bremsen, hupen und erforderlichenfalls anhalten. Das Tier habe so die Möglichkeit zur Flucht. Mit der Warnblinkanlage sollen nachfolgende Autofahrer gewarnt werden. Für den Hintermann gelte: Sicherheitsabstand einhalten, falls der Vorausfahrende wegen des Wildwechsels plötzlich bremsen muss.

Sind die Tiere weg, könne mit Schrittgeschwindigkeit weitergefahren werden, da sich Wildtiere oft in Gruppen aufhalten, könnten weitere Tiere in der Nähe sein.

Kommt es trotzdem zum Unfall, müsse die Unfallstelle umgehend abgesichert werden, so die Polizei. Das Warnblinklicht müsse eingeschaltet und das Warndreieck aufstellt werden.

Verletzte oder getötete Wildtiere dürfen auf keinen Fall angefasst oder mitgenommen werden, so die Polizei. Die verletzten Tiere könnten in Panik geraten oder mit Krankheiten infiziert sein. Am besten sei es, die Polizei zu verständigen. Diese informiere dann den zuständigen Jagdpächter. Eine Wildunfallbescheinigung erhalte der Autofahrer dann bei der Polizei. Damit kann er seinen Schaden am Auto bei der Kaskoversicherung geltend machen.