Nattheim / Alexander Ogger Schieferstraße und Steingasse? Viel zu langweilig. Jetzt gibt es in Nattheim einen Wettbewerb für die Straßennamen des Baugebietes Riederberg Ost. Mitmachen darf aber nicht jeder.

Der Spatenstich des Wohngebiets Riederberg Ost liegt schon einige Tage zurück. Nun sollte der Gemeinderat über die Namensgebung zweier Straßen, einer Gasse und eines Weges entscheiden.

Der Vorschlag der Gemeindeverwaltung, sich an der Namensgebung der Baugebiete Riederberg I bis III zu orientieren, traf bei den Gemeinderäten nur auf sehr geringe Zustimmung. Der Vorschlag sah vor, die entstandenen Straßen nach Gesteinsarten des Jura zu benennen. So sollte es nach Willen der Verwaltung zukünftig eine Schieferstraße, eine Kieselstraße, einen Felsweg sowie eine Steingasse geben. Ein weiterer Vorschlag aus der Fraktion der SPD/Unabhängigen sah vor, die Straßen auf die Namen der Ortsteile der Nattheimer Partnergemeinde Breitenbrunn/Erzgebirge zu taufen. Auch für diesen Vorschlag fand sich keine Mehrheit.

Mehr als viermal so viele Bewerber wie Bauplätze

Nun schreibt die Gemeinde Nattheim einen Wettbewerb aus. Mitmachen dürfen alle Bürger, die ihren Wohnsitz in Nattheim oder in einem der dazugehörigen Teilorte haben. Bisher trägt der Riederberg Straßennamen, die mit dem Jura und dem Meer verwandt sind. Daran kann angeknüpft werden. Es können aber auch neue Vorschläge gemacht werden. Wichtig ist, dass die Straßennamen miteinander verwandt sind. So gibt es in Nattheim beispielsweise Wohngebiete, in denen alle Straßen einen Vogel- oder einen Blumennamen tragen.

Im Neubaugebiet selbst sollen 33 Bauplätze für Einfamilienhäuser und vier Bauplätze für Mehrfamilienhäuser entstehen.

Insgesamt soll sich die zugelassene Bebauung mit Einfamilienhäusern ebenfalls weitgehend an der des Riederbergs III orientieren und den Bauherren damit viele Möglichkeiten bezüglich der Dachform und der Gebäudegröße geben.

„Die Nachfrage hier übersteigt mittlerweile die Anzahl der Plätze um das Viereinhalbfache“, sagt Gudrun Schmid, Nattheims stellvertretende Kämmerin. Anschließend an das bestehende Wohngebiet sollen am Ortsrand Richtung Fleinheim noch einmal 38 Bauplätze entstehen. Im nördlichen Bereich, angrenzend an das geplante Regenwasserbecken parallel zur Fleinheimer Straße, soll eine intensivere, dichtere Bebauung mit Mehrfamilienhäusern stattfinden. Das vorderste soll hierbei zweigeschossig, die hinteren drei Gebäude dreigeschossig werden.

Die restlichen 33 Bauplätze sind für Einfamilienhäuser mit größeren Grundstücken vorgesehen, die auf zwei Stockwerke festgelegt werden können. „Die Höhe regeln wir aber nicht über die First-, sondern über die Gebäudehöhe. Je nach Dachform haben wir da bis zu 9,50 Meter“, sagt Thomas Puschmann vom Ingenieurbüro Junginger und Partner.

Riederberg, in den Krautgärten, am Pfannenstiel: In den vergangenen Jahren sind in Nattheim einige Wohngebiete ganz neu entstanden. Auch 2020 werden weitere Bauplätze geschaffen und Baulücken innerorts geschlossen. Das sind die Überlegungen:

Das müssen alle Nattheimer wissen

Die Gewinner-Vorschläge, die am Ende zum Zuge kommen, werden mit Sachpreisen prämiert.

Um mitzumachen, müssen vier Straßennamen und die Anschrift des Teilnehmers an juliane.ulbert@nattheim.de geschickt werden. Alternativ kann auch ein Brief an die Gemeindeverwaltung geschrieben werden.

Einsendeschluss ist der 3. Juli. Mitmachen können alle Personen, die ihren Wohnsitz in Nattheim oder einem der zugehörigen Teilorte haben. ao