Nattheim / HZ In der Martinskirche wurden jetzt Stefanie und Philipp Gurski durch Dekan Dr. Karl-Heinz Schlaudraff in den Pfarrdienst berufen.

Die Ordination als dauerhafte Berufung in den Pfarrdienst gibt es im Leben eines Pfarrers nur einmal – Grund genug für die Kirchengemeinden Nattheim, Fleinheim-Dischingen und Oggenhausen, einen festlichen Gottesdienst mit dem evangelischen Dekan sowie mit Schuldekan Dr. Harry Jungbauer zu feiern und zu einem anschließenden Empfang einzuladen. In den Pfarrdienst berufen wurden die beiden miteinander verheirateten Vikare Stefanie Gurski und Philipp Gurski.

Mehr als zweieinhalb Jahre hatte das Paar, begleitet von den Ausbildungspfarrern Daniela Jäkle und Bernhard Philipp, den Alltag des Pfarrdiensts kennen und reflektieren gelernt. Grundfragen nahm auch Dekan Dr. Schlaudraff auf, wenn er darauf hinwies, dass nicht der Pfarrer im Mittelpunkt einer christlichen Gemeinde stehe, sondern Jesus Christus, an dessen Wort der Dienst eines Pfarrers auszurichten sei.

Zahlreiche Gemeindemitglieder und Gäste hatten sich eingefunden, um Stefanie und Philipp Gurski ihre Segenswünsche zu überbringen. Dr. Waltraud Bretzger als Mitglied der Evangelischen Landessynode zollte den beiden neuen Pfarrern ihren Respekt, dass sie sich auf diese anspruchsvolle Aufgabe einlassen. Bürgermeister Norbert Bereska bedauerte, dass mit der Ordination auch der baldige Abschied von Ehepaar Gurski verbunden ist.

Rektor Klaus Martin Ocker sprach für die Schulen, an denen Stefanie und Philipp Gurski Religionsunterricht gehalten haben. Er stellte fest: „Ihr habt einen erfüllenden und schönen Beruf gewählt.“ Ein weiterer Gruß kam von Pfarrer Michael Krimmer aus Dettingen an der Erms, wo das Ehepaar Gurski ab September tätig sein wird. Musikalisch ansprechend umrahmt wurde die Feier mit Querflöte und Gitarre durch das Duo Doris Burr und Herbert Illenberger.

Schlaudraff betonte die Wichtigkeit für Kirche und Gesellschaft, dass junge Menschen bereit sind, Pfarrer zu werden. Gegenüber der Heidenheimer Zeitung wies er darauf hin, dass die Zahl der Studierenden im Fach Evangelische Theologie an den Universitäten in den zurückliegenden zwölf Jahren wieder deutlich angestiegen ist, so dass man in der württembergischen Evangelischen Kirche davon ausgehen könne, dass sämtliche Pfarrstellen auch in ersten Hälfte der zwanziger Jahre besetzt werden können.