Organisiert über den Gemeindetag Baden-Württemberg konnten Nattheims Bürgermeister Norbert Bereska und Landrat Peter Polta bei der Bürgermeisterdienstversammlung den Vertretern der Städte und Gemeinden des Landkreises aktuelle Entwicklungen erläutern. Harte und schwere Zeiten würden die neuen Kollegen erwarten.

Neben der Energiekrise gelte es auch, die Flüchtlingssituation im Auge zu behalten. Bei allen Überlegungen, wie Energie eingespart werden kann, waren sich die Ortsoberhäupter darüber einig, die Weihnachtsbeleuchtung beizubehalten. Die Diskussion ging dann von Straßenbeleuchtung ausmachen bis hin zur Temperaturabsenkung in öffentlichen Gebäuden. Hier greife die Kommunale Selbstverwaltung.

Das Nattheimer Modell „Licht komplett aus von 0.30 bis 4 Uhr“ auch in den überörtlichen Durchgangsstraßen wie der B466 habe Einsparungen über die vergangenen Jahre von einigen 100.000 Euro gebracht. In Heidenheim wären das aktuell pro Jahr 300.000 Euro und in Giengen 80.000 Euro. Es bestehe Diskussionsbedarf.

Die drei neuen Bürgermeister Tobias Rief (Sontheim), Dirk Schabel (Dischingen) und Jörg Weiler (Königsbronn, von links) wurden vom vorsitzenden "Schultes" Norbert Bereska (Nattheim) willkommen geheißen.
Die drei neuen Bürgermeister Tobias Rief (Sontheim), Dirk Schabel (Dischingen) und Jörg Weiler (Königsbronn, von links) wurden vom vorsitzenden „Schultes“ Norbert Bereska (Nattheim) willkommen geheißen.
© Foto: BM-Versammlung

Die Leistungsfähigkeit der Kommunen, finanziell wie organisatorisch, sei am Limit. Abwerbeprämien für Mitarbeiter, wenn diese Fachleute von anderen Verwaltungen abwerben so wie in Freiburg, erteilte das Gremium eine Absage. Die Entwicklung im Schulbereich mit einer Ganztagesbetreuung ohne Finanzierungszusage durch Land und Bund sehe der Gemeindetag äußerst kritisch.

Auf Flüchtlinge vorbereiten

Landrat Peter Polta appellierte an die Bürgermeister, sich auf die nächsten Flüchtlingswellen vorzubereiten. Bislang seien in Baden-Württemberg über 140.000 Flüchtlinge aus der Ukraine gekommen, 35.000 mehr als bei der Flüchtlingskrise 2015. Mit aller Kraft werde man versuchen, alle Sporthallen und andere öffentlichen Einrichtungen für die Allgemeinheit offen zu lassen.

Als Vertreter der Kommunen im IT-Verbund 4IT und bei Komm.One wurde der Niederstotzinger Bürgermeister Marcus Bremer einstimmig gewählt.