Ursprünglich war es die Absicht, mit Hilfe der Windkraftanlagen die Emission von Kohlenstoffdioxid zu verringern. Dass der Bau nur mit Hilfe der Oxidation von Kohlenwasserstoffen möglich ist, interessierte nicht. Jedenfalls ist die CO2-Bilanz bis zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme negativ.

Private Investoren waren zum Bau solcher Anlagen nur durch Gewährung von Subventionen zu gewinnen. Wenn, wie Leserbriefschreiber Heinz Fassel schreibt, die Nattheimer Windkraftanlagen nur zu 50 Prozent laufen, müsste der Betrieb ein Verlustgeschäft sein.

Die Betreiber haben jahrelang gejammert, dass ihr garantierter Gewinn, der auf der EEG-Umlage fußt, viel zu klein sei. Die Folge war, dass kaum noch neue Anlagen errichtet wurden. Das Gejammer blieb bestehen, bis die Gaspreise explodierten.

An der Strombörse werden täglich Angebote für Strom eingeholt. Zuerst wird Strom vom billigsten Erzeuger gekauft, Kernkraft, Wasserkraft, Braunkohle (max. 5 Cent/kWh), danach von Windkraft-, Biogas- und Solaranlagen, am Ende kommen die teuersten Stromerzeuger zum Zuge, die Gaskraftwerke.

Gesetze aus der Schröder-Zeit (Rot-Grün), auch von Merkel nicht geändert, verfügten, dass alle Groß-Erzeuger zu diesem Preis abrechnen dürfen. Am Ende bekommt jeder Groß-Erzeuger den Preis, den das teuerste Kraftwerk verlangt hat. Merke: Je höher die Gaspreise, desto höher der Gewinn.

Würden die Gesetze geändert, fielen die Strompreise sofort. Dass Gesetze sehr schnell geändert werden können zeigt die Corona-Gesetzgebung. Aber diese Regierung will diese Gesetze nicht ändern. Stattdessen werden Schulden aufgenommen, um die derzeitige Belastung der Bevölkerung zu verringern. Die exorbitanten Gewinne der Erzeuger bleiben bestehen.

Mein Fazit: Verbraucher zahlen nicht nur doppelt sondern ein Vielfaches. Harald Berger, Dischingen