Mit 27 Grad Celsius lässt es sich im Sommer eigentlich ganz gut aushalten. Bei 27 Grad Wassertemperatur scheiden sich hingegen die Geister, zumindest im Schwimmbecken. Doch genau wie in anderen Bädern im Landkreis Heidenheim wird’s auch im Nattheimer Ramensteinbad in den kommenden Tagen kühler. Um Energie zu sparen, reduziert die Gemeinde die Wassertemperatur ab Samstag, 15. Oktober, auf 27 Grad. Darüber hinaus wird es keine Warmbadetage mehr geben.

Für gewöhnlich herrscht in den Schwimmbecken 30 Grad, auch im Außenbereich, der über den Winter selbstverständlich geschlossen bleibt. Laut Hauptamtsleiter Matthias Hauf gibt es derzeit Überlegungen, zumindest im Babybecken die Temperatur etwas über den im restlichen Bad angepeilten 27 Grad anzusiedeln. „Man muss jedoch bedenken, dass die Becken keine eigenen Wasserkreisläufe besitzen. Wenn man zum Beispiel das kleine Becken erwärmt, strahlt das ins größere ab. Beim Abkühlen natürlich genauso“, erklärt Hauf.

Bislang noch keine Schwimmkurse abgesagt

Wie sich die Sparmaßnahmen auf den Gästebetrieb auswirken werden, lässt sich derzeit noch nicht sagen. „Klagen“ würde es zwar hier und da geben, so Hauf, bislang seien aber noch keine Kurse abgesagt worden. Ebenso lasse sich noch nicht absehen, wie lange die Badegäste mit 27 Grad Wassertemperatur zurechtkommen müssen. Die Gemeindeverwaltung habe kein Ende der Energiesparmaßnahmen definiert.

Der momentane spezifische Energieverbrauch des Ramensteinbads lässt sich laut Matthias Hauf ebenso wenig beziffern wie die durch die Temperatursenkung erhoffte Einsparung. „Das Ramensteinbad ist an eine Heizzentrale angeschlossen, an der das ganze Areal hängt, also zum Beispiel auch Wiesbühlschule, Turnhalle und Gemeindehalle.“ Wie viel genau gespart werden wird, wird sich erst in einigen Monaten zeigen, wenn der Gemeindeverwaltung eine erste Zwischenbilanz vorgelegt werden soll. „Fakt ist aber: Mit jedem Grad, das wir reduzieren, sparen wir Energie“, sagt Hauf.

Sanierung des Ramensteinbads weiterhin geplant

Fakt ist auch: Die angestrebte Sanierung des Ramensteinbads ist trotz der Sparmaßnahmen offiziell nicht vom Tisch. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Gemeinde in den kommenden Monaten auch hier genau prüfen wird, ob, wann und in welchem Umfang das Bad saniert werden kann. Wie der Hauptamtsleiter berichtet, ist die Gemeinde derzeit dabei, ein Ingenieurbüro anzufragen, welches die Sanierungsarbeiten ausschreiben wird.

„Wir haben den Vorteil, dass das Ramensteinbad nicht in einem maroden Zustand ist“, erläutert Hauf. „Wir müssen also nicht befürchten, dass wir das Bad nächstes Jahr auf einmal schließen müssen. Mittelfristig macht es jedoch Sinn, die Sanierung ins Auge zu fassen.“

Herbrechtingen

Tickets, Wassertemperatur, Besucherzahlen Das war der Sommer 2022 im Waldbad Heidenheim

Heidenheim

Nattheimer Wassertemperatur regulär eine der höchsten im Landkreis Heidenheim


Mit 30 Grad Wassertemperatur zu regulären Zeiten und bald nur noch 27 Grad ist das Nattheimer Ramensteinbad immer noch eines der wärmeren Bäder im Kreis Heidenheim. Im Heidenheimer Aquarena sind die Schwimmbecken regulär zwischen 26 und 28 Grad warm, das Kinderbecken hat 32 Grad, in den derzeit geschlossenen Außenbecken herrschen Temperaturen zwischen 34 und 36 Grad. Im Waldbad wurde die Temperatur um zwei Grad auf 22 Grad gesenkt.

Auch in Giengen ist es etwas kühler als in Nattheim: Im Bergbad wurde die Wassertemperatur ebenfalls auf 22 Grad reduziert, im Schwimmbecken in der Walter-Schmid-Halle kann man derzeit bei 26 statt 28 Grad planschen.

Im Freizeitbad Jurawell in Herbrechtingen wurde die Temperatur in den Becken ebenfalls um zwei Grad gesenkt. Das Schwimmerbecken hat nun 26 Grad, das Nichtschwimmerbecken 28 Grad und der Kleinkinderbereich 30 Grad.