Der Appell ist simpel, das Resultat enorm wichtig: Blut spenden, Leben retten. So lautet der Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an die Bevölkerung. Auch in Nattheim sind zahlreiche Bürgerinnen und Bürger dieser Aufforderung nachgekommen. Am Montag wurden sie von der stellvertretenden Bürgermeistern Ulrike Schlumberger für ihr Engagement geehrt.

„Blutkonserven sind knapp. Was Sie für die Bevölkerung tun, ist nicht selbstverständlich“, so Schlumberger an die Geehrten gewandt. Irgendwie doch ein wenig selbstverständlich ist es für Alwin Zembrod. Er wurde nun für 75 Blutspenden geehrt. „Mit etwa 18 Jahren habe ich angefangen, Blut zu spenden. Die 100. Spende will ich erreichen, ich denke, das ist realistisch“, berichtet der 58-jährige Auernheimer. „Es tut gut, anderen zu helfen. Und vielleicht kommt man ja eines Tages selbst mal in die Lage, eine Blutspende zu benötigen“, beschreibt Zembrod seine Motivation. Die habe im Übrigen selbst während der Corona-Pandemie nicht abgenommen.

Spendenbereitschaft hat nicht abgenommen

Diese Beobachtung hat auch Michael Weiser gemacht. Er ist Bereitschaftsleiter beim DRK. 194 Spenderinnen und Spender hatten sich zum Spendetag angemeldet, der am Montag parallel zu der Ehrungsveranstaltung stattfand. „Generell hat die Spendenbereitschaft während Corona nicht abgenommen“, erzählt Weiser. Allerdings habe das DRK aufgrund verschiedener Auflagen – zum Beispiel muss man sich im Vorfeld anmelden – weniger Spender aufnehmen können als vor der Pandemie. Gleichzeitig würde das jedoch die Stoßzeiten entzerren.

Blutkonserven sind knapp – bei der Spende in Nattheim waren zwölf Erstspender dabei.
Blutkonserven sind knapp – bei der Spende in Nattheim waren zwölf Erstspender dabei.
© Foto: Markus Brandhuber

Bis zum frühen Montagabend hatten sich 12 Erstspender in der Nattheimer Gemeindehalle eingefunden. Für die Geehrten des Abends liegt die Erstspende zum Teil schon sehr lange zurück. Ganze 100 Blutspenden kann etwa Marlies Olbrich verzeichnen. Für 75 Spenden wurde Alwin Zembrod geehrt, für 50 Stück Karl Pascher. 25 Mal Blut gespendet haben Alexandra Scherer, Gudrun Staron. Für jeweils 10 Spenden wurden Christoph Boschan, Rebecca Fritz, Florian Hartmann, Steffen Hornung, Sandra Illenberger, Thomas Leikert, Katarina Leikert-Kinski, Lisa Riek und Felix Rudek geehrt.