Nattheim / HZ Die Nattheimer Kapelle besteht 2020 seit 150 Jahren. Wenn möglich, soll dieser Anlass im Juli groß gefeiert werden.

Allen Grund, stolz zu sein, hat dieses Jahr der Musikverein Nattheim: 150 Jahre besteht der Verein und mit 407 Mitgliedern wurde der bislang höchste Mitgliederstand der Vereinsgeschichte erreicht. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht man im Vorstand noch davon aus, dass das für 24. bis 26. Juli geplante Festwochenende stattfinden wird.

Im „Musikantentreff BreamaNest‘‘ eröffnete die Original Nattheimer Blasmusik die 150. Hauptversammlung, die noch vor der großen Corona-Krise stattfand. Der Vorsitzende Wilfried Hiller berichtete über das vorige Vereinsjahr und nannte insgesamt 41 öffentliche Auftritte. Schriftführer Reiner Theilacker ging auf die Entwicklung der Mitgliederzahlen ein: Durch intensive Werbung in den vergangenen Monaten habe der Mitgliederstand von 336 auf aktuell 407 gesteigert werden können. Davon sind 36 aktive Musiker.

Kassiererin Hildegard Grupp schilderte, dass der größte Teil der Privatdarlehen bereits zurückgezahlt werden konnte. Sehr zufrieden zeigte sich Dirigent Peter Schröppel mit der derzeitigen Besetzung sowie dem Leistungsstand der Kapelle. Man sei in allen Registern sehr gut aufgestellt. Auch der Kalender sei mit über 20 Hauptauftritten bereits gut gefüllt.

Der Bericht des Materialverwalters Tobias Grupp fiel ebenfalls positiv aus: Die Instrumentenreparaturen hielten sich in Grenzen. Allerdings seien 2020 bei den Uniformen, hauptsächlich bei Jungmusikern, einige Neuanschaffungen geplant. Jugendleiterin Carolin Theilacker berichtete von der gemeinsamen Jugendgruppe der Vereine Großkuchen und Nattheim.

Der stellvertretende Vorsitzende Tim Vogelmann erläuterte das Programm im Jubiläumsjahr. Für das große Jubiläumswochenende habe man auf dem Wiesbühl-Areal einen geeigneten Platz für das Festzelt gefunden. Am Freitag, 24. Juli, solle die Partyband „Albkracher“ auftreten, am darauffolgenden Samstag „Lost Eden“. Der Sonntag soll dann ganz im Zeichen des Kreismusikfests stehen.

Bürgermeister Norbert Bereska lobte in einem Grußwort die Leistungen, die der Verein erbringe.

Zur Wahl stand in diesem Jahr unter anderem der Notenwart an, nachdem der bisherige Amtsinhaber Dieter Roth sein Amt und seine musikalische Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen beendete. Jonas Kotulla stellte sich zur Wahl und wurde einstimmig als Notenwart bestätigt.

Schließlich folgte noch eine Ehrung: Das 400. Vereinsmitglied – Blasmusiker Sepp Teller aus Giengen – wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.