Nattheim / Joelle Schilk Von Freitag bis Sonntag soll in Nattheim und seinen Teilorten künftig die Straßenbeleuchtung wieder leuchten. Das hat allerdings seinen Preis.

Dass in Nattheim und den Teilorten die Straßenbeleuchtung nachts abgeschalten wird, ist bereits seit Jahren Gang und Gebe. Die Fraktion CDU/Bürgerliche Wählervereinigung zeigte nun allerdings, dass es sich manchmal lohnt, über Gewohntes noch einmal neu nachzudenken – und in diesem Fall eine Änderung herbeizuführen.

Gemeint ist eine Anfrage der Fraktion, mit der aufgezeigt werden sollte, welche Kosten anfallen würden, würde man die Straßenbeleuchtung an Wochenenden von Freitag bis Sonntag nicht abschalten. „Das wurde schon häufiger an uns herangetragen. Vor allem die Jüngeren würden es begrüßen, wenn die Beleuchtung an bliebe“, sagte Wolfgang Bernhard, der sich auch dafür aussprach, das Lichtkonzept bei Neubebauung effektiver zu gestalten.

Mehrkosten von 70.000 Euro in zehn Jahren

Bürgermeister Norbert Bereska hatte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die entsprechenden Zahlen parat: Durch die ganzjährige durchgehende Beleuchtung von Freitag bis Sonntag entstünde ein Mehrverbrauch von 29 120 Kilowattstunden. Bei einem Preis von derzeit 24,02 Cent pro Kilowattstunde würden sich hierdurch Mehrkosten in Höhe von knapp 7000 Euro ergeben. „Das sind 70 000 Euro auf zehn Jahre gerechnet. Das Geld könnten wir auch für andere Dinge nutzen“, so Bereska, der sich nicht begeistert zeigte angesichts einer Nichtabschaltung. Auch Günther Paschaweh (Unabhängige/SPD) sprach sich gegen die Wochenend-Regelung aus: „Wir haben ja schon längere Zeitspannen, und an besonderen Festtagen ist die Beleuchtung auch an.“

Dennoch wurde der vorgesehene Beschlussvorschlag, die nächtliche Abschaltung auch an den Wochenenden beizubehalten, abgelehnt – die Mehrheit des Gemeinderats sprach sich für den zweiten Antrag aus, die Straßenbeleuchtung freitags, samstags und sonntags durchgehend einzuschalten. „Dann werden wir das Zug um Zug umstellen. Die grundsätzliche Entscheidung steht, aber wir werden das nicht innerhalb der nächsten Wochen alles umsetzen können, das dauert noch etwas“, sagte Ortsbaumeister Edwin Binder.