Wenn es im Sprichwort heißt „Warum in die Ferne schweifen“, trifft das in Zeiten von Corona besonders zu. In der Heidenheimer Brenzregion gibt es als Ausflugsziel vieles zu entdecken, das für die ganze Familie ein Erlebnis zu bieten hat. So auch ein Tag auf dem Härtsfeld, das längst nicht nur mit den bekannten Sehenswürdigkeiten um Neresheim und Dischingen aufwartet. Das Tourismusteam aus dem Landratsamt stellt diesmal Entdeckungen in und um Auernheim und Nattheim vor.

Im beschaulichen Auernheim beginnt der Themenweg Wasser- und Klang-Pfad, der auch für Kinderwagen geeignet ist. Auf etwa vier Kilometern führt das Symbol des grünen „Wasserdippels“ durch das zur Gemeinde Nattheim gehörende Dorf und am Wald entlang zu spannenden Erlebnisstationen. Wie der Name schon sagt, stehen die Themen Wasser und Klang im Vordergrund und werden mit der Geschichte des Dorfes sowie Sagen und Erzählungen verknüpft.

Die ersten drei Thementafeln stehen an der Zehntscheuer und erklären, warum man die Auernheimer „Wasserdippel“ nennt. Bergab geht es dann zum malerischen Dorfbrunnen und weiter in Richtung Waldrand. Vorbei am Spielplatz mit Matschtisch, Wasserpumpe und Möglichkeit zur ersten Rast führt der Weg zur Pfarrkirche St. Georg mit Kirchhof. Eine Besichtigung des barocken Innenraums lohnt sich. Der Blick von der Kirche aus reicht bis zum Kloster Neresheim.

Vorbei an der Kirche führt der Weg steil bergauf zum Wanderparkplatz beim Trimm-dich-Pfad. Von den Rastbänken aus genießt man schöne Ausblicke auf Auernheim. Hier trifft man auch auf den Albschäferweg und den Jakobsweg.

Anschließend geht es auf einem Forstweg am Waldrand entlang vorbei am Wall und Graben einer ehemaligen Burg. Die Auernheimer beschützten einst ihre wertvolle Wasserquelle mit einer wehrhaften Burg.

Nun säumen verschiedene Informationstafeln und Stationen den Weg und es geht vor allem um das Thema Klang. Am Waldxylophon und bei den klingenden Steinen kann jeder sein musikalisches Talent ausprobieren. Apropos Steine – die gibt es zahlreich auf der Alb und vor allem auf dem kargen „harten Feld“. Viele Auernheimer waren früher im nahegelegenen Steinbruch in Steinweiler am Abbau der Platten für den Fußboden der Abteikirche Neresheim beteiligt. Nach der letzten Station führt der bequeme Weg auf der Asphaltstraße in großem Bogen zurück nach Auernheim.

Die Tourenbeschreibung und weitere Ausflugtipps gibt es im Tourenplaner der Heidenheimer Brenzregion unter www.heidenheimer-brenzregion.de.

Das Nattheimer Korallenmuseum


Wer spannende Geschichten zu Nattheim und seiner Umgebung, dem Eisenerzabbau, den Arbeiten in den Steinbrüchen und vor allem zu den 150 Millionen Jahre alten versteinerten Nattheimer Korallen hören möchte, sollte unbedingt einen Besuch im Nattheimer Korallen- und Heimatmuseum einplanen. Es hat jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet.