Unzählige Fluggäste müssen sich derzeit tagtäglich über gestrichene Flüge ärgern. „In Nattheim kann das nicht passieren“, sagt Bürgermeister Norbert Bereska da nicht ohne zu schmunzeln. Denn wer hier – in der Heimat – Urlaub mache, der komme selbstverständlich ganz ohne Flugreise aus. Was diese Heimat eigentlich ist und was sie für die Menschen in Ostwürttemberg bedeutet, das alles soll Thema der Heimattage 2024 sein, die Nattheim gemeinsam mit Dischingen und Neresheim ausrichtet. Dafür braucht es jedoch nicht nur Engagement, sondern vor allem eines: Geld.

2024 blickt ganz Baden-Württemberg auf das Härtsfeld.
2024 blickt ganz Baden-Württemberg auf das Härtsfeld.
© Foto: Maximilian Haller

Genauer gesagt: Sponsoren. Wie Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Nattheim berichtete, müssen die drei Kommunen insgesamt 200.000 Euro selbst aufbringen, weitere 200.000 Euro werden vom Land Baden-Württemberg beigesteuert. „Und mindestens weitere 200.000 Euro müssen über Sponsoren zusammenkommen“, so Häfele. Die gute Nachricht: Die angestrebte Summe haben die drei Kommunen bereits zusammen, man peile jedoch insgesamt 300.000 bis 400.000 Euro an.

Daher also der Appell der drei Bürgermeister Norbert Bereska, Alfons Jakl und Thomas Häfele sowie der beiden Landräte Peter Polta und Dr. Joachim Bläse – Sponsoren erwünscht. Den Titel „Hauptsponsor“ erhält man demnach ab einer Summe von 30.000 Euro, „Sponsor“ ist man ab 20.000 Euro, „Partner“ ab 10.000 Euro, Förderer ab 5000 Euro und nicht zuletzt tragen Spender ab einer Summe von 1000 Euro den Titel „Freund“.

Sponsorengelder und Ehrenamtliche benötigt

„Natürlich sind wir primär auf der Suche nach eher größeren Summen, um eben die angestrebten 300.000 bis 400.000 Euro Sponsorengelder zu erreichen. Trotzdem lassen sich sicherlich auch individuelle Sponsorenpakete für diejenigen finden, die die Mindestsumme nicht aufbringen können“, erklärte Häfele. Nicht zu vergessen sind laut Bereska darüber hinaus die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den Vereinen, die maßgeblich in die Planung der Heimattage involviert seien. „Ich wette, unsere drei Kommunen haben zusammen mehr Vereinsmitglieder als jede Kreisstadt“, sagte Bereska.

Die Heimattage auf dem Härtsfeld sind auf die gesamten 365 Tage im Jahr 2024 angelegt. Zu den größten geplanten Veranstaltungen gehören der Baden-Württemberg-Tag, die Landesfesttage sowie die Verleihung des Heimatsforschungspreises. Laut den beiden Landräten Polta und Bläse steht dabei in erster Linie der Zusammenhalt auf dem Härtsfeld im Fokus. „Wir wollen dadurch aufzeigen, dass es hier Arbeitsplätze und Wohnraum gibt und dass es auf dem Härtsfeld ganz einfach lebenswert ist“, so Bläse.

50 Jahre „Gastliches Härtsfeld“ So wurde die Zusammenarbeit der Gemeinden gefeiert

Neresheim