Die evangelische Kirchengemeinde der St. Maria-Kirche in Altheim möchte das Dach des Kirchenschiffs, dessen Konstruktion feuchtigkeitsgeschädigt ist, sanieren und zugleich den statisch instabilen Westgiebel sichern. Dabei unterstützt sie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit einem Fördervertrag über 50.000 Euro.

St. Maria in Altheim gehört somit zu den über 360 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Das Dach der St. Maria-Kirche in Altheim wird mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert.
Das Dach der St. Maria-Kirche in Altheim wird mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz saniert.
© Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Willinger

Die Pfarrkirche St. Maria befindet sich im Zentrum von Altheim auf der Alb. Sie entstand als Teil einer Wehrkirchenanlage mit ummauertem Friedhof. Ihre ältesten Teile stammen noch aus romanischer Zeit. Später wurde die Kirche – wohl vor 1436 – erweitert, der Turm – um 1516/1517 – in spätgotischen Formen erhöht und das Schiff – im Jahr 1696 – in gotisierenden Formen neu errichtet. Kirche und Friedhof sind von einer hohen Wehrmauer umgeben. Die Ummauerung ist im Wesentlichen spätmittelalterlich.

Die Wehranlage mit mächtigem, einem Bergfried ähnelnden Kirchturm und hoher Ummauerung diente einst zum Schutz des Gotteshauses und zur Aufnahme der Bevölkerung bei feindlichen Überfällen. Der große Saalbau mit stark eingezogenem quadratischen Chorturm hat in den unteren Geschossen des Kirchturms schmale Schießscharten. Dazu trug auch die geographische Lage am steil abfallenden Gelände bei.

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