Ellwangen/A7 / HZ Am Virngrundtunnel auf der A7 kommt es durch die dortige Baustelle immer wieder zu Staus. Dennoch sollen Autofahrer auf der A7 bleiben und die Stelle nicht umfahren. Warum:

Seit Mai 2019 laufen auf der A7 die Sanierungs- und Nachrüstungsarbeiten am Virngrundtunnel zwischen den Anschlussstellen Dinkelsbühl und Ellwangen. Durch die Verkehrsbelastung von im Jahresdurchschnitt täglich etwa 40.000 Fahrzeugen kommt es durch die für die Baumaßnahme erforderliche Sperrung einer Tunnelröhre zu Verkehrsstaus.

Dadurch verlagert sich der Verkehr in das nachgeordnete Netz – und dort nicht nur auf die ausgeschilderten Bedarfsumleitungen, sondern auch auf weitere nicht dafür ausgelegte Straßenzüge. Das Regierungspräsidium Stuttgart bittet daher alle Verkehrsteilnehmer, den betroffenen Autobahnabschnitt nicht zu verlassen und weist gleichzeitig darauf hin, dass durch die etwa 40-minütige Umfahrung des Baustellenbereichs über Nebenstrecken keine Zeitersparnis entstehe.

Der Virngrundtunnel liegt auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Dinkelsbühl und Ellwangen. Derzeit wird dort gebaut.
© Foto: Open Streetmaps/HZ

Der Virngrundtunnel ist über 30 Jahre alt und müsse daher sowohl bau- als auch betriebstechnisch auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, so das RP. Die Behörde bittet alle betroffenen Ver-kehrsteilnehmer um Verständnis für die unvermeidbaren Beeinträchtigungen während dieser Maßnahme.

Warum wird der Tunnel saniert?

Vor dem Hintergrund der schweren Brandunfälle in einigen Straßentunneln der Alpenländer wurden mögliche Maßnahmen zur Erhöhung der Nutzersicherheit ausführlich untersucht. In diesem Zusammenhang wurde von der EU-Kommission die Richtlinie 2004/54/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 29. April 2004 über Mindestanforderungen an die Sicherheit von Tunneln im transeuropäischen Straßennetz (EG-Tunnelrichtlinie) bekannt gegeben.

Auf dieser Grundlage wurde die Richtlinie für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT aktuelle Ausgabe 2016) eingeführt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die „Selbstrettung“ der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gelegt.

Nach dem Umbau des Virngrundtunnels sollen auch dort bei Notfällen die maximalen Sicherheits-standards zur Verfügung stehen.