Auf mehrere Garagentore haben Unbekannte am Montag „Stopp den Kiesewetter!“ und „Stopp (den) Krieg“ vor das Büro des Bundestagsabgeordneten Roderich Kiesewetter in Aalen geschrieben. Wie die Polizei berichtet, kam es am Montag zwischen 8.40 und 11.30 Uhr zur politisch motivierten Sachbeschädigung am Büro des Bundestagsabgeordneten in der Neßlauer Straße. Durch die Farbschmierereien entstand laut Polizei ein Schaden in Höhe von mehreren hundert Euro.

„Advent am Bucher Stausee“

Was 2021 schon geplant war, wird dieses Jahr wirklich umgesetzt: Der Handels- und Gewerbeverein Rainau veranstaltet gemeinsam mit der Gemeinde am 26. und 27. November den „Advent am Bucher Stausee“. Laut einem Bericht der „Schwäbischen Post“ sind bereits über 20 Verkaufsstände angemeldet: Von verschiedenen Speise- und Getränkeangeboten über Textilien, Holzarbeiten, Deko, Strickwaren, Kerzen, Felle, Schmuck bis zu Punsch und Glühwein. Der „Advent am Bucher Stausee“ soll ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt in der Natur werden, mit dem besonderen Ambiente des Stausees. Eine Art von Adventsmarkt, wie es ihn bislang in der Region nicht gibt.

Für 2500 bis 3000 Besucherinnen und Besucher

Die deutschen Hotspots der Techno-Szene sind zwar Berlin und Frankfurt. Doch auch Aalen will künftig mitspielen in der Szene der elektronischen Tanzmusik. Das Festivalgelände und der Termin stehen bereits fest: Auf dem früheren Union-Areal soll am 29. Juli 2023 Aalens erstes Elektro-Festival steigen. Auf die Ohren gibt es „Electronic dance music“. Das ist der Fachausdruck in der Clubszene für synthetisch produzierte Songs, aufgelegt von DJs. Für das Festival, das schätzungsweise für 2500 bis 3000 Besucherinnen und Besucher ausgerichtet werden soll, sind laut der „Schwäbischen Post“ die ersten Weichen schon gestellt. Oberbürgermeister Frederick Brütting hat bereits sein grundsätzliches „Okay“ gegeben.

„Ich könnte oft heulen“

Claudia Bender blutet das Herz. „Ich könnte oft heulen, weil ich weiß, was die Leute hier den ganzen Tag leisten – und nun das. Noch einmal das!“ Mit „das“ meint sie die zweite Schutzschirm-Insolvenz von Galeria Kaufhof, gerade mal zwei Jahre, nachdem bereits mehr als 40 Filialen geschlossen und viele Beschäftigte arbeitslos geworden waren. Claudia Bender ist Betriebsratsvorsitzende und arbeitet seit 45 Jahren im Ulmer Kaufhaus. Eine Woche nach der schlimmen Nachricht eines neuerlichen Insolvenzverfahrens, dem weitere 40 Galeria-Standorte zum Opfer fallen sollen, stünden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „noch immer unter Schock“, so Bender gegenüber der „Südwest Presse“. In den Versammlungen der Belegschaft sei all das zu spüren: Angst, Verunsicherung, aber auch Enttäuschung und Wut. Denn seit dem Integrations-Tarifvertrag, den Verdi und die Unternehmensleitung 2019 geschlossen haben, „verzichten wir auf Lohn und Gehalt“. Zudem sei in den vergangenen Jahren auch im Ulmer Haus massiv Personal abgebaut worden. 105 Beschäftigte sind es jetzt noch. Vor vier Jahren waren es noch 148. Das Personal habe alles gegeben, sagt Bender, und müsse doch wieder leiden „unter hausgemachten Fehlern des Managements. Man hat das Unternahmen wieder an die Wand gefahren.“

Bis zu vier Wochen keine Briefe zustellt

Briefe kommen nur einmal wöchentlich, Pakete verspätet an. Menschen in vielen Bezirken der Region ärgern sich seit Monaten: nicht nur in Senden, sondern etwa auch in Dietenheim, in Blaubeuren, in Pfaffenhofen, Staig, Ulmer Ortsteilen und Neu-Ulm: Die Post scheint die Zustellung nicht in den Griff zu bekommen. Bei der Bundesnetzagentur gibt es laut der „Südwest Presse“ einen massiven Anstieg der Beschwerden über Postdienstleister in den vergangenen Monaten. Von Januar bis Ende Oktober sind 30.000 Beschwerden eingegangen. Im Jahr 2021 waren es nur 15.118. Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bestätigt der „Südwest Presse“: Es gibt und gab Gemeinden und Städte in vielen Kreisen im Land, in denen bis zu vier Wochen keine Briefe zustellt werden. Die Ursachen für das Problem seien vielschichtig. Buttler: „Die Postzusteller haben die letzten Jahre die Verteilgebiete flächenmäßig vergrößert und Personal eingespart.“ Außerdem verzeichneten sie eine erhöhte Menge bei Paketen, weil so viel online bestellt wird. Hier sei auch das Konsumverhalten zu beklagen, wenn etwa eine Hose in fünf Farben und Größen bestellt wird, weil die Teilrücksendung kostenlos ist.

6,8 Millionen Euro

Der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen GmbH droht die Zahlungsunfähigkeit, wenn der Kreistag nicht kurzfristig 6,8 Millionen Euro locker macht. Gründe sind laut einem Bericht der „Donau Zeitung“ unter anderem gestiegene Sach- und Energiepreise, die Inflation und die Corona-Pandemie. Der einzige Weg sei, bereits eingeplante Mittel an anderer Stelle abzuziehen. Drei große Projekte des Kreises werden davon betroffen sein, deren Verwirklichung sich wohl verzögern wird. Das sind der Neubau eines Klassentrakts am Dillinger Johann-Michael-Sailer-Gymnasium, zwei Neubauten für den Praxisteil der Fachbereiche Garten- und Landschaftsbau und Landwirtschaft am Berufsschulzentrum Höchstädt sowie die Komplettsanierung des Kreishallenbads in Wertingen.

Es ist noch keine zwei Wochen her, als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Ukraine besucht hat. Er und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben bei ihrem Treffen in Kiew einen gemeinsamen Appell zur Bildung deutsch-ukrainischer Städtepartnerschaften verabschiedet. Der Aufruf blieb nicht ungehört. Bislang gibt es 107 bestätigte kommunale Beziehungen zwischen Gemeinden, Städten und Regionen in Deutschland und in der Ukraine. Und zwischen 35 und 40 sind aktuell in der Entstehung. Bald könnte auch der Landkreis Günzburg das Netzwerk bereichern. Landrat Hans Reichhart hält es für geboten, „mitzumachen und die Ukraine zu unterstützen. Ich glaube, das macht Sinn.“

Die Gelben Säcke werden knapp


Wer in Neu-Ulm aktuell nach Gelben Säcken verlangt, bekommt derzeit höchstens eine Rolle – im schlimmsten Falle gar nichts, außer ein müdes Lächeln. Auf Anfrage der „Südwest Presse“ gibt sich die Stadt bedeckt: Es gebe Lieferschwierigkeiten, der Zulieferer könne zum aktuellen Zeitpunkt nur eine gewisse Anzahl Rollen bereitstellen. Wann sich die Lage bessert, wisse man nicht.