Höchstädt / cat/pol Zwei Neunjährige haben am Dienstag die Feuerwehr alarmiert - wegen eines vermeintlichen Hausbrandes. Ein Feuer gab es nicht, doch die Angelegenheit hatte trotzdem Folgen.

Es war ein Streich, den zwei Neunjährige aus Höchstädt an der Donau (Kreis Dillingen) wohl bereuen dürften. Sie hatten einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst - und das, um einem Klassenkameraden übel mitzuspielen.

Was war passiert? Die Polizei Dillingen berichtet, dass am Dienstag gegen 17.15 Uhr ein Neunjähriger über den Notruf der Feuerwehr mitgeteilt habe, dass sein Elternhaus im Ortsteil Schwennebach in Brand stehen würde und sich seine Eltern noch im Haus befinden.

Daraufhin rückte ein Großaufgebot der Feuerwehren Höchstädt, Lutzingen, Unterliezheim und Schwennebach mit insgesamt 54 Einsatzkräften sowie zwei Rettungswägen zum Einsatzort aus. Der überraschte Eigentümer des Wohnhauses befand sich nach Angaben der Polizei unversehrt zu Hause und wusste nichts von einem Brand.

Über die Anrufnummer konnte schließlich herausgefunden werden, dass der neunjährige Sohn der Anschlussinhaberin sich bei einem gleichaltrigen Freund aufhielt. Dort beschlossen beide, bei der Feuerwehr unter dem Namen eines Mitschülers anzurufen und einen Brand an dessen Wohnadresse zu melden. Als Grund hierfür gaben sie laut Polizei an, dass die Jungs ihren Mitschüler nicht leiden können.

Die beiden Neunjährigen wurden anschließend ihren Eltern übergeben. Wie die Polizei berichtet, habe anschließend ein „intensives Gespräch über ihr Fehlverhalten sowie die Folgen eines solchen Großeinsatzes bezüglich der entstandenen Einsatzkosten“ stattgefunden.

Gegen beide Schüler wird nun außerdem wegen Missbrauch von Notrufen ermittelt.