Im Landkreis Dillingen gibt es den ersten Fall von Affenpocken. Der Betroffene hat sich dem Landratsamt zufolge vermutlich im Urlaub in Spanien infiziert. Der Mann stellte sich kurze Zeit nach Auftreten der ersten Symptome ambulant in einer Arztpraxis vor, wo die Diagnostik eingeleitet wurde. Momentan befindet er sich schon auf dem Weg der Genesung und hatte bislang einen relativ milden Verlauf.

Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Einige Tage nach dem Auftreten von Fieber entwickeln sich pustulöse Hautveränderungen, die ähnlich wie bei Windpocken im Verlauf verkrusten und abfallen.

Die Kontaktpersonen wurden durch das Gesundheitsamt bereits alle verständigt. Sowohl die erkrankte Person als auch die ermittelten engen Kontaktpersonen müssen für 21 Tage in Quarantäne bleiben.

Landratsamt: Keine Gefahr

Weitere Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung seien nicht erforderlich, so das Landratsamt Dillingen. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass für eine Übertragung von Mensch zu Mensch nach derzeitigem Wissensstand ein enger Körperkontakt erforderlich ist. Für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis bestehe keine Gefahr.

Das RKI beobachtet die Situation weiter sehr genau und passt seine Einschätzung regelmäßig dem aktuellen Kenntnisstand an. Unter www.rki.de/affenpocken stellt das RKI eine Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte zu Verdachtsabklärung und Maßnahmen bei Affenpocken, Empfehlungen zum Umgang mit Infizierten und Kontaktpersonen und Hinweise zur Diagnostik zur Verfügung.

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