Die Verkehrsbehörde beim Landratsamt Aalen hat sich augenscheinlich nicht erweichen lassen und folglich nicht der dringenden Bitte aus dem Rathaus Bartholomä entsprochen, die eingeschotterte Piste der Heubacher Straße als Provisorium für den Durchgangsverkehr zu öffnen. Wegen des Wintereinbruchs und des strengen Frosts Mitte Dezember war die mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt beauftragte Firma Scharpf gezwungen, die Tiefbauarbeiten einzustellen und die Baustelle mit Schotter winterfest zu machen. Dabei kam aber kein Mineralbeton zum Einsatz. Das Tiefbau-Unternehmen hielt die Maßnahmen für ausreichend, um den Winterdienst möglich zu machen.

Das aber sah die Verkehrsbehörde anders, was wiederum Bürgermeister Thomas Kuhn ärgert. Weil der Schwarzbelag fehlt, die Bordsteine als Fahrbahnbegrenzung nicht mehr einbetoniert werden konnten, ist der wirkliche Straßenverlauf nicht unbedingt zu erahnen.

Verkehr sucht Schleichweg

Besonders betroffen von der Straßensperrung sind die Bewohner westlich der Beckengasse. Dort suchen Auswärtige einen Schleichweg, wenn sie ab dem Betriebshof von Omnibus Grözinger über Oberer Berg und Albuchweg die Baustelle umfahren möchten. Dort gibt es jedoch viele Verkehrsbremsen in Form von angelegten Engstellen, die bei Nacht nur schwer zu erkennen sind.

Gegenüber der katholischen Pfarrkirche biegt man auf die Beckengasse ein und kann dort weiterfahren, um nach etwas mehr als 100 Metern nach links Richtung Steinheim abzubiegen.

Wie berichtet, mussten die Wasser- und Abwasserleitungen sowie die Hausanschlüsse erneuert, die Einmündung der Friedhofstraße in die Heubacher Straße neu gestaltet werden. Die Durchgangsstraße brauchte überdies einen robusteren Unterbau. Auch die Gehwege konnten bis zur Winterpause nicht fertiggestellt werden und sind daher gesperrt.