Neresheim / Marita Kasischke Mammutprojekt mit vielen Beteiligten: „Die Schöne und das Biest“ auf dem Marienplatz Neresheim als Open-Air-Musical.

Zwei große Verwandlungen stehen dem Marienplatz in Neresheim bevor: Direkt nach dem Stadtfest wird dort direkt zwischen Stadtpfarrkirche und Rathaus eine Wirtschaft mit großer Freitreppe, ein Kaufmannshaus, ein großer Torbogen und ein rund acht Meter hoher Turm aufgebaut. Die Kirchenmauern selbst werden als prächtiges Schloss einbezogen – und fertig ist die perfekte Kulisse für „Die Schöne und das Biest“, die dort ab dem 12. Juli in dem gleichnamigen Musical zu sehen sein werden.

Allein schon die große Kulisse lässt darauf schließen: Es ist ein Mammutprojekt, das da von der Liedertafel Elchingen veranstaltet wird. Alle Chöre des Vereins sind in das Projekt integriert, auf der Bühne und hinter den Kulissen. Seit Januar sind die rund 70 Darsteller am Proben und mit Feuereifer dabei, wenn es gilt, zu singen, zu tanzen, die Szenen zu spielen und schließlich die einzelnen Puzzleteile zusammenzufügen. Und sie finden bei all dem noch Zeit dazu, sich selbst um ihre Requisiten zu kümmern, so groß ist die Motivation aller Beteiligten. Das Kostüm einer Marktfrau? Da wird Obst und Gemüse dazu einfach selbst besorgt. Die Kostüme freilich sind auch eine Herausforderung: „Unsere Schneiderinnen treffen sich dreimal pro Woche und da wird stundenlang genäht“, so Dr. Florian Hofmann, Chorleiter, musikalischer Leiter des Orchesters und Regisseur des Musicals, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. „Unser Musical soll das Kulturleben in der Region bereichern“, darin ist er sich mit den Vorstandsmitgliedern des Vereins einig. Die Stadt Neresheim unterstützt das Vorhaben nach Kräften, und zudem konnten viele Sponsoren gewonnen werden. Froh ist man auch darüber, dass für das Catering an den Vorstellungen die Härtsfeldschule Neresheim gewonnen werden konnte und dass in puncto Kostüm und Maske auf bewährten Rat des Naturtheaters Heidenheim zurückgegriffen werden konnte.

Gezeigt wird das bekannte und beliebte Märchen in der Version von Martin Doepke, die ein Jahr vor der Disney-Version ihre gefeierte Uraufführung hatte. Natürlich werden auch in dieser Version nicht nur mitreißende Lieder zu hören sein, sondern auch Staubwedel, Kerzenleuchter und Mrs Teapot treten auf – um nur ein paar der verzauberten Gegenstände zu nennen, die da neben der schönen Bella und dem abstoßenden Biest ihr Unwesen treiben. Und das wäre dann die zweite Verwandlung: Denn schließlich muss das Ungeheuer ja wieder zum begehrenswerten Prinzen werden. Im Märchen macht das Liebe – und in Neresheim? „Dafür haben wir uns was ganz Besonderes ausgedacht“, verspricht Hofmann. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten – der Zauber soll schließlich auch für die Zuschauer perfekt sein.

Die Vorstellungen finden statt am 12., 13., 17., 19. 20, 24., 26. und 27. Juli. Beginn ist jeweils um 20:30 Uhr. Gespielt wird bei jeder Witterung. Karten gibt es im Vorverkauf bei Bücher Scherer in Neresheim, bei der Tourist-Info Neresheim und auf der Website des Vereins www.elchorado.de.